Eni legte heute zu, nachdem das Unternehmen gestern Abend eine erfolgreiche Platzierung eines neuen, unbefristeten hybriden Nachrangs durchführte. Die Emission über 1 Mrd. € war rund sechsmal überzeichnet und zog deutliches Interesse institutioneller Investoren an. Reicht das, um Eni finanziell flexibler zu machen und die Finanzierungskosten für anstehende Projekte zu senken?
- Emission: 1 Mrd. € unbefristeter Hybridnachrang, Re-Offer-Preis 99,342%
- Kupon: 4,125% p.a., fest bis zum ersten Reset am 19. April 2032
- Nachfrage: rund 6x Überzeichnung, Orders >6 Mrd. €
- Abwicklung/Settlement: geplant für den 19. Januar
- Kursreaktion: intraday +1,31% auf 16,29 € (Euronext Milan)
Emission stärkt Bilanz und Flexibilität
Die starke Nachfrage signalisiert Vertrauen großer Investoren aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien. Die Struktur als unbefristetes Hybridinstrument erlaubt Eni, die Bilanz zu stärken, ohne kurzfristig Eigenkapital aufzunehmen. Die Emission adressiert explizit Fragen zur Kapitalbeschaffung für die geplanten Ausbauvorhaben im Bereich Erneuerbare Energien und soll die Finanzierungskosten für diese Expansion dämpfen.
Die feste Kuponrate bis 2032 und die geplante Abwicklung Mitte nächsten Monats schaffen kurzfristige Planungssicherheit für die Kapitalstruktur im strategischen Zyklus 2026–2029.
Cronos-Projekt und operative Perspektive
Parallel zur Finanzierung kommt Bewegung bei einem wichtigen Upstream-Projekt: Eni soll kurz vor einer finalen Investitionsentscheidung für das Cronos-Gasfeld vor Zypern stehen, operiert in Partnerschaft mit TotalEnergies. Das Feld wird mit geschätzten 3,4 Billionen Kubikfuß Gas angegeben. Die zypriotische Regierung erwartet die finalen Dokumente bis zum 30. März; möglich sind erste Exporte nach Europa ab 2027.
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Ausblick und technische Einordnung
Wichtige Termine: Am 26. Februar veröffentlicht Eni die vorläufigen Zahlen für 2025; am 19. März folgt die Vorstellung des Strategic Plan 2026–2029. Für Aktionäre ist die dritte Tranche der Dividende 2025 relevant, Zahlung 25. März (Ex-Dividend: 23. März).
Technisch trifft die Aktie unmittelbar auf Widerstand bei 16,55 €. Ein stabiler Ausbruch darüber könnte den Weg zu den Mehrmonats-Höchstständen um 17,46 € öffnen. Auf der Unterseite bleibt bei 15,64 € eine klare Unterstützung verankert.
Konkret: Die überzeichnete Hybrid-Emission stärkt kurzfristig die Finanzierungsspielräume und zielt darauf ab, die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Projekte zu reduzieren. Entscheidend für die mittelfristige Bewertung bleiben jedoch die Ergebnisse am 26. Februar und die Detailplanung des Strategic Plan am 19. März.
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