Eni verfolgt derzeit eine mehrgleisige Strategie, um seine Finanzkraft zu stärken und das Portfolio konsequent zu diversifizieren. Während die Rückführung von Altschulden in Milliardenhöhe aus Venezuela die Bilanz stützen soll, treibt der Energiekonzern gleichzeitig neue Gas- und Erneuerbaren-Projekte im Mittelmeerraum voran. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltende Dynamik im globalen Energiemarkt.
Milliarden-Rückführung und neue Gas-Projekte
Ein zentraler Baustein für die finanzielle Stabilität ist die jüngste Genehmigung des US-Finanzministeriums. Diese erlaubt es Eni, gemeinsam mit dem spanischen Partner Repsol, ausstehende Forderungen gegenüber dem venezolanischen Staatskonzern PDVSA beizutreiben. Schätzungen zufolge geht es um ein Volumen von rund sechs Milliarden US-Dollar. Die Rückführung erfolgt über den Tausch von venezolanischem Schweröl gegen Kraftstoffe, wobei das Rohöl primär für Raffinerien in den Vereinigten Staaten vorgesehen ist.
Parallel dazu baut Eni seine Präsenz im Mittelmeerraum aus. In Albanien stehen Explorationsaktivitäten im Onshore-Gebiet Dumrea sowie Projekte für erneuerbare Energien im Fokus. Ein geplanter Interkonnektor soll künftig in Albanien produzierten Grünstrom nach Italien leiten. Auch in Libyen macht der Konzern Fortschritte: Das Gasverdichtungsprojekt Bahr Essalam soll Anfang 2026 den Betrieb aufnehmen und die libysche Gasproduktion um rund 100 Millionen Standardkubikfuß pro Tag steigern.
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Fokus auf die Energiewende
Neben den klassischen fossilen Energieträgern forciert Eni die Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe. In Zusammenarbeit mit Honeywell nutzt das Unternehmen eine spezielle Technologie, um Abfallfette und Öle in erneuerbaren Diesel sowie nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) umzuwandeln. Diese Partnerschaft ist ein wesentlicher Teil der Strategie, den Übergang zu CO2-ärmeren Energieträgern aktiv mitzugestalten. Doch wie nachhaltig ist dieser Wachstumskurs angesichts der volatilen Rohstoffpreise?
An der Börse wird die Entwicklung derzeit stabil beobachtet. Die Aktie notiert mit 17,14 Euro weiterhin auf einem soliden Niveau, nur rund 1,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Ende Januar.
Wichtige Termine für Anleger
Für Investoren rücken in den kommenden Wochen entscheidende Veröffentlichungen in den Fokus. Am 26. Februar 2026 wird Eni die vorläufigen Finanzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 präsentieren. Besonders spannend dürfte zudem der 19. März 2026 werden: An diesem Tag stellt das Management den neuen Strategieplan für die Jahre 2026 bis 2029 vor, der weitere Details zur langfristigen Ausrichtung und den geplanten Investitionen enthalten wird. Den Abschluss der Berichtssaison bildet die Bekanntgabe der Ergebnisse für das erste Quartal am 24. April 2026.
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