Energy Vault hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem massiven Umsatzplus von über 340 % und dem ersten operativen Gewinn der Firmengeschichte abgeschlossen. Trotz eines auf 1,3 Milliarden US-Dollar angeschwollenen Auftragsbestands schickten Anleger den Titel am Mittwoch auf Talfahrt. Die Diskrepanz zwischen operativem Durchbruch und der heftigen Kursreaktion prägt das aktuelle Marktbild.
Operativer Meilenstein erreicht
Das Unternehmen meldete für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatz von 203,7 Millionen US-Dollar. Besonders das vierte Quartal markierte einen Wendepunkt: Mit Erlösen von 153,3 Millionen US-Dollar erzielte der Spezialist für Energiespeicher erstmals ein positives bereinigtes EBITDA von 9,8 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum stand an dieser Stelle noch ein Verlust von 13,4 Millionen US-Dollar.
Die Skalierung der Geschäftstätigkeit zeigt sich deutlich in der installierten Leistung. Die Kapazität unter Vertrag oder in Betrieb stieg innerhalb von zwölf Monaten von 65 MW auf 540 MW. Parallel dazu verbesserte das Unternehmen seine Liquiditätsposition signifikant auf 103,4 Millionen US-Dollar in bar, was einem Zuwachs von 67 % gegenüber dem Vorquartal entspricht.
Fokus auf KI-Infrastruktur und Margen
Ein zentraler Treiber für die künftige Entwicklung ist der Auftragsbestand, der zum Jahresende 1,3 Milliarden US-Dollar erreichte. Energy Vault positioniert sich dabei verstärkt als Partner für den hohen Strombedarf von Rechenzentren. Strategische Kooperationen mit Partnern wie Crusoe und Peak Energy sollen den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz unterstützen.
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Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management einen weiteren Umsatzanstieg auf 225 bis 300 Millionen US-Dollar. Das Augenmerk liegt dabei auf der Optimierung der Projektmargen, die sich künftig in einer Spanne von 15 % bis 25 % bewegen sollen. Ein dedizierter Eigenkapitalfonds in Höhe von 300 Millionen US-Dollar soll zudem helfen, wiederkehrende Erträge durch anlagegestützte Projekte zu generieren.
Heftige Marktreaktion
Trotz der positiven operativen Signale geriet die Aktie am Mittwoch massiv unter Druck und verlor im Tagesverlauf über 16 % an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 2,77 Euro entfernt sich das Papier deutlich von seinem 52-Wochen-Hoch bei 5,23 Euro. Marktteilnehmer scheinen derzeit die tatsächliche Realisierung des Milliarden-Backlogs in künftige Cashflows kritisch zu hinterfragen, während die Volatilität des Titels mit 130 % auf einem extrem hohen Niveau bleibt.
Im laufenden Jahr wird die Umsetzung der bestehenden Großprojekte sowie die Einhaltung der Margenziele über die weitere Wahrnehmung am Kapitalmarkt entscheiden. Die nächsten operativen Fortschritte bei der KI-Infrastruktur gelten dabei als wichtigster Indikator für die Tragfähigkeit der Wachstumsstrategie.
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