Energy Fuels legt mit einer neuen Machbarkeitsstudie für die Erweiterung seiner Rare-Earth-Verarbeitung deutlich nach. Die Zahlen deuten auf ein Projekt mit sehr hoher Profitabilität und strategischer Bedeutung für die westliche Lieferkette hin. Der Kurs reagiert positiv – entscheidend ist nun, ob das Unternehmen die ambitionierten Pläne wie angekündigt umsetzen kann.
Phase-2-Studie mit starken Kennzahlen
Die Bankable Feasibility Study für die Erweiterung der White-Mesa-Mühle in Utah liefert zentrale Finanzdaten, die das Potenzial des Projekts unterstreichen:
- Netto-Barwert (NPV, 8 %): 1,9 Mrd. US‑Dollar (7,96 US‑Dollar je Aktie)
- Interne Verzinsung (IRR, nach Steuern): 33 %
- Anfangsinvestition: 410 Mio. US‑Dollar (unter früheren Schätzungen)
- Vollkosten: 29,39 US‑Dollar/kg NdPr‑Äquivalent
- Durchschnittliches EBITDA: 311 Mio. US‑Dollar pro Jahr in den ersten 15 Jahren
Die Erweiterung der Phase‑2‑Anlage soll die Produktion von NdPr‑Oxid von aktuell rund 1.000 Tonnen pro Jahr auf über 6.000 Tonnen steigern. Zusätzlich sind jährlich etwa 240 Tonnen Dysprosium und 66 Tonnen Terbium geplant – beides schwere Seltene Erden, die für Hochleistungs-Permanentmagnete entscheidend sind.
Kombinierter Projektwert von 3,7 Milliarden US‑Dollar
Rechnet man das vor kurzem angekündigte Vara-Mada-Projekt in Madagaskar hinzu, ergibt sich ein deutlich höherer Gesamtwert. Das Projekt bringt einen eigenen NPV von 1,8 Mrd. US‑Dollar ein. Damit summiert sich der kombinierte Netto-Barwert auf:
- Gesamt-NPV: 3,7 Mrd. US‑Dollar
- Pro Aktie: 15,26 US‑Dollar (auf Basis der aktuellen Aktienzahl)
- Kombiniertes EBITDA: rund 765 Mio. US‑Dollar pro Jahr in den ersten 15 Jahren
Diese Größenordnung zeigt, warum das Management die Erweiterung als möglichen neuen Eckpfeiler der westlichen Lieferkette für Seltene Erden einstuft.
Strategische Bedeutung für die Lieferkette
CEO Mark Chalmers betont, Energy Fuels stehe kurz davor, den „Flaschenhals“ bei der Verarbeitung Seltener Erden in den USA zu lösen. Das Unternehmen hat klare Ziele formuliert:
- Versorgung von bis zu 45 % des gesamten US‑Bedarfs an Seltenen Erden in absehbarer Zeit
- Deckung von 100 % der US‑Nachfrage nach schweren Elementen wie Terbium und Dysprosium bis 2030
Laut Unternehmen sprechen mehrere Faktoren für eine starke Wettbewerbsposition:
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- Produktionskosten unter den niedrigsten weltweit, einschließlich chinesischer Anbieter
- Operative Margen im ersten Quartil im globalen Vergleich
- Investitionskosten deutlich unter denen der Konkurrenz
Damit zielt Energy Fuels nicht nur auf Wachstum, sondern auf eine zentrale Rolle in einer bislang stark von China dominierten Wertschöpfungskette.
Aktie mit starkem Lauf
Am 16. Januar schloss die Aktie bei 21,94 US‑Dollar, ein Plus von 4,88 % im Tagesverlauf. Auch auf Sicht der vergangenen Monate ist die Performance bemerkenswert:
- Year-to-Date-Rendite: +54,40 %
- 1‑Jahres-Rendite: +324,37 %
- 52‑Wochen-Spanne: 3,20 bis 27,33 US‑Dollar
Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 5,2 Mrd. US‑Dollar, der Enterprise Value bei etwa 5,11 Mrd. US‑Dollar. Angesichts dieser Bewertung rückt verstärkt in den Fokus, inwieweit die jetzt veröffentlichten Projektwerte langfristig im operativen Ergebnis ankommen.
Analysten bleiben positiv
HC Wainwright & Co. hat am 9. Januar sein „Buy“-Rating bestätigt und ein Kursziel von 26,75 US‑Dollar bekräftigt. Im Mittel liegt das Analystenkursziel bei 23,44 US‑Dollar, die Spanne reicht von 13,00 bis 32,00 US‑Dollar. Die aktuelle Konsenssicht bleibt damit konstruktiv, berücksichtigt aber unterschiedliche Einschätzungen zu Umsetzungsgeschwindigkeit und Marktrisiken.
Uran-Sparte übertrifft Erwartungen
Parallel zum Ausbau des Rare-Earth-Geschäfts liefert die Uran-Sparte robuste Zahlen. Im Geschäftsjahr 2025 übertraf Energy Fuels seine Produktions- und Verkaufsziele und stellte mehr als eine Million Pfund fertiges Uran her.
Für 2026 erwartet das Unternehmen Lieferungen zwischen 780.000 und 880.000 Pfund U3O8 im Rahmen langfristiger Verträge. Dies sorgt für zusätzliche Planungssicherheit bei den Cashflows, während die Großprojekte im Bereich Seltener Erden anlaufen.
Ein weiterer operativer Meilenstein gelang im Dezember 2025: Dysprosiumoxid mit einer Reinheit von 99,9 %, produziert in der White-Mesa-Mühle, bestand die Qualifikationstests eines großen südkoreanischen Herstellers von Permanentmagneten. Damit hat Energy Fuels einen wichtigen Schritt in Richtung industrieller Abnahmebeziehungen im Magnetsegment erreicht – ein zentraler Baustein, um die in der Studie ausgewiesenen Ertragsziele in den kommenden Jahren zu realisieren.
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