Die Energy Fuels Aktie kannte in den letzten zwölf Monaten fast nur eine Richtung: steil nach oben. Doch am Freitag zogen Anleger die Reißleine und schickten den Titel um 9,81 Prozent auf 22,44 Dollar in die Tiefe. Trotz starker Produktionszahlen und neuen Regierungsinitiativen für die Kernkraft scheinen Investoren angesichts der Bewertungshöhe und teurer Expansionspläne nervös zu werden.
Gewinnmitnahmen nach der Rally
Der Rücksetzer am Freitag erfolgte nach einer Phase, in der die Aktie auf den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt geklettert war. Auf Sicht von einem Jahr steht trotz des jüngsten Einbruchs immer noch ein beeindruckendes Plus von rund 335 Prozent zu Buche. Marktbeobachter werten die Bewegung primär als Gewinnmitnahmen nach diesem massiven Anstieg.
Selbst positive Nachrichten vom Wochenende konnten die Stimmung vorab nicht stützen: Berichten zufolge plant das US-Energieministerium (DOE) neue Initiativen zur Stärkung der heimischen Lieferkette für Kernbrennstoffe, inklusive Investitionsanreizen für die Industrie. Operativ läuft es ebenfalls rund: 2025 produzierte das Unternehmen über 1,6 Millionen Pfund Uran und übertraf damit die eigenen Pläne. Im vierten Quartal wurden Verkaufspreise von durchschnittlich 74,93 Dollar pro Pfund erzielt.
Teure Expansion drückt auf die Stimmung
Ein wesentlicher Faktor für die Zurückhaltung der Anleger dürften die hohen Kapitalanforderungen der aktuellen Wachstumsstrategie sein. Energy Fuels befindet sich im Prozess der Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) für 300 Millionen Dollar. Ziel ist es, neben dem Kerngeschäft Uran auch im Bereich der Seltenen Erden Fuß zu fassen.
Machbarkeitsstudien unterstreichen zwar das enorme wirtschaftliche Potenzial dieser Projekte, verdeutlichen aber auch die notwendigen Investitionen:
* Toliara-Projekt (Madagaskar): Hier wird ein Nettobarwert (NPV) von 1,8 Milliarden Dollar und ein jährliches EBITDA von über 500 Millionen Dollar erwartet.
* White Mesa Mill Phase 2: Bei Kapitalkosten von 410 Millionen Dollar wird ein NPV von 1,9 Milliarden Dollar prognostiziert.
Zusammengenommen zielen diese Projekte auf ein jährliches EBITDA von 765 Millionen Dollar ab, was den Wandel vom reinen Uranproduzenten zum breiter aufgestellten Rohstoffkonzern markiert.
Analysten uneins über Bewertung
Die Expertenmeinungen gehen angesichts der jüngsten Volatilität und des gestiegenen Kursniveaus weit auseinander. Das Analysehaus Roth MKM stufte die Aktie am 28. Januar zwar von „Sell“ auf „Neutral“ hoch, hob das Kursziel jedoch nur auf 15,50 Dollar an. Dies liegt deutlich unter dem aktuellen Kurs und spiegelt Skepsis gegenüber der sportlichen Bewertung wider.
Ganz anders sieht es B. Riley, die ihr Kursziel am 20. Januar auf 27,00 Dollar anhoben. Auch H.C. Wainwright bestätigte kürzlich die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 26,75 Dollar.
Die kurzfristige Entwicklung dürfte davon abhängen, ob der Markt den Fokus wieder auf die langfristigen Fundamentaldaten im Nuklearsektor legt oder ob die Sorge vor Ausführungsrisiken bei den Großprojekten überwiegt.
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