Energy Fuels untermauert seine Ambitionen im Bereich der Seltenen Erden mit harten Zahlen. Die am Donnerstag vorgelegte Machbarkeitsstudie für die Expansion der White Mesa Mill verspricht hohe Projektwerte und eine Schlüsselrolle in der US-Versorgung. Während der Kurs auf die Nachrichten anspringt, stellt sich angesichts einer Bewertungslücke jedoch die Frage: Ist der Optimismus gerechtfertigt oder die Aktie mittlerweile heißgelaufen?
Wirtschaftlichkeit im Fokus
Das Herzstück der aktuellen Euphorie ist die konkrete Berechnung der Expansionspläne. Energy Fuels beziffert den Nettobarwert (NPV) allein für die Phase-2-Expansion auf 1,9 Milliarden US-Dollar nach Steuern, basierend auf einer internen Verzinsung (IRR) von 33 Prozent. Besonders positiv nehmen Marktbeobachter auf, dass die veranschlagten Investitionskosten (CAPEX) mit 410 Millionen Dollar niedriger ausfallen als ursprünglich befürchtet.
Noch deutlicher wird das Potenzial in der Gesamtbetrachtung: Kombiniert mit dem Vara-Mada-Projekt in Madagaskar steigt der errechnete Projektwert auf 3,7 Milliarden Dollar. Dies entspricht rechnerisch etwa 15,26 US-Dollar pro Aktie allein für dieses integrierte Szenario und stützt die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 5 Milliarden Dollar fundamental ab.
Strategische Unabhängigkeit von China
Hinter den Finanzkennzahlen steht ein klares geopolitisches Ziel. Energy Fuels plant, zu einem der kostengünstigsten Produzenten außerhalb Chinas aufzusteigen. Bis 2030 will das Unternehmen etwa 45 Prozent des gesamten US-Bedarfs an Seltenen Erden decken.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Energy Fuels?
Besonders relevant ist der Fokus auf schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium, die für Hochleistungsmagnete in Elektrofahrzeugen unverzichtbar sind. Hier strebt das Unternehmen an, bis zum Ende des Jahrzehnts sogar 100 Prozent der US-Nachfrage zu bedienen. Dass dies technisch machbar ist, bewies Energy Fuels bereits im Dezember 2025 mit der Produktion von Dysprosiumoxid, das die Qualitätsstandards eines südkoreanischen Autoherstellers erfüllte.
Analysten bleiben vorsichtig
Trotz der beeindruckenden Projektionen und einer Kursrallye von über 80 Prozent in den letzten 30 Tagen mahnen einige Experten zur Vorsicht. Das Analysehaus Roth Capital reagierte am 15. Januar 2026 zwar mit einer Anhebung des Kursziels von 11,50 auf 13,00 US-Dollar, behielt jedoch das „Sell“-Rating bei. Da die Aktie aktuell bereits jenseits der 20-US-Dollar-Marke notiert, sehen diese Analysten ein Rückschlagspotenzial von über 30 Prozent. Die Bewertung am Markt hat die konservativen Schätzungen der Experten somit weit hinter sich gelassen.
Der Zeitplan für die Realisierung ist nun der entscheidende Faktor für die weitere Kursentwicklung. Die notwendigen behördlichen Genehmigungen für Phase 2 werden bis Mitte 2027 erwartet, während der kommerzielle Produktionsstart für das erste Quartal 2029 terminiert ist. Anleger müssen nun genau beobachten, ob dieser ambitionierte Fahrplan in den kommenden Quartalen ohne Verzögerungen eingehalten wird.
Energy Fuels-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energy Fuels-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Energy Fuels-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energy Fuels-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Energy Fuels: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
