Die Aktie des Uran- und Seltenerdproduzenten Energy Fuels kennt derzeit kaum ein Halten und verzeichnete im vergangenen Monat einen beeindruckenden Kursanstieg von 74 Prozent. Auslöser dieser Dynamik ist eine strategische Übernahme, die das Unternehmen fundamental neu ausrichten soll. Doch angesichts wilder Kursschwankungen und einer sportlichen Bewertung fragen sich Marktteilnehmer: Wie viel Phantasie ist bereits eingepreist?
Strategische Neuausrichtung treibt Kurs
Zentraler Treiber der jüngsten Kursgewinne ist die Ankündigung vom 20. Januar, Australian Strategic Materials (ASM) für 299 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Dieser Schritt zielt darauf ab, den größten vollständig integrierten Produzenten für Seltene Erden und Metalle außerhalb Chinas zu schaffen. Die Transaktion, die einen Aufschlag von 121 Prozent auf den ASM-Kurs beinhaltet, soll die Abhängigkeit von chinesischen Verarbeitungsanlagen reduzieren und eine durchgehende Lieferkette von der Mine bis zum Metall etablieren.
Der Markt reagierte auf diese Pläne in der vergangenen Woche extrem volatil. Nach einem initialen Sprung und darauffolgenden Gewinnmitnahmen schloss das Papier gestern mit einem Plus von 3,56 Prozent bei rund 24,16 Dollar. Auffällig war dabei ein Rückgang des Handelsvolumens um über 40 Prozent, was auf eine gewisse Erschöpfung der Käuferseite nach dem rasanten Anstieg hindeuten könnte.
Analysten sehen Potenzial und Risiken
Die geplante Expansion hat zu einer Neubewertung durch Analysten geführt. Während Häuser wie B. Riley und Canaccord ihre Kursziele auf bis zu 37 Kanadische Dollar anhoben und zum Kauf raten, mahnt Roth MKM zur Vorsicht. Mit einem Kursziel von lediglich 13 Dollar stellen sich diese Experten gegen den allgemeinen Trend, was die Polarität der aktuellen Bewertung unterstreicht.
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Unterstützung erhält der Optimismus durch den breiteren Rohstoffmarkt. Der Uranpreis kletterte zuletzt um 12 Prozent auf 88,40 Dollar je Pfund – den höchsten Stand seit Mai 2024. Zusätzliche Nachfragephantasie wecken Pläne Südkoreas für den Bau zweier neuer Atomkraftwerke.
Hohe Bewertung und regulatorische Hürden
Trotz der strategischen Logik bleibt die Bewertung der springende Punkt. Analysten rechnen erst für 2028 mit der Profitabilität des Unternehmens. Das aktuelle Kursniveau impliziert ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 55 auf Basis der Gewinnschätzungen in drei Jahren. Die Marktkapitalisierung ist mittlerweile auf 5,5 Milliarden Dollar angeschwollen, was hohe Erwartungen an die Umsetzung der Strategie widerspiegelt.
Für den erfolgreichen Abschluss der ASM-Übernahme ist nun Geduld gefragt. Investoren blicken auf den Zeitraum Ende Mai bis Anfang Juni 2026, wenn die Aktionärsabstimmung und der geplante Abschluss der Transaktion anstehen. Bis dahin müssen noch diverse Genehmigungen, unter anderem durch das australische „Foreign Investment Review Board“ und den Bundesgerichtshof Australiens, eingeholt werden.
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