Energy Fuels setzt seine Afrika-Pläne trotz politischer Turbulenzen fort. Neue Details zum Vara-Mada-Projekt in Madagaskar treffen auf einen Markt, der zwischen strategischem Potenzial und Bewertungsrisiken abwägt. Entscheidend ist nun, ob das Unternehmen mit der neuen Regierung verlässliche Rahmenbedingungen aushandeln kann.
Verhandlungen nach Regierungswechsel
Auslöser der Kursstärke am Montag war ein Update zum Mineralsand-Projekt Vara Mada (ehemals Toliara) in Madagaskar. Energy Fuels bestätigte, dass die Gespräche mit der neuen Regierung über die fiskalischen Bedingungen des Projekts aktiv weiterlaufen. Die aktuelle Führung in Antananarivo ist nach einem Putsch im Oktober 2025 an die Macht gekommen – entsprechend genau schaut der Markt auf die politische Stabilität und Vertragssicherheit.
Vara Mada gilt als Vermögenswert von internationalem Format, den Energy Fuels im September 2024 mit der Übernahme von Base Resources übernommen hat. Eine finale Investitionsentscheidung für die Mine hängt maßgeblich davon ab, ob ein belastbarer und langfristig stabiler Vertrag mit den Behörden in Madagaskar zustande kommt.
Die Börse honorierte zunächst vor allem die Botschaft, dass der Dialog nach dem Regierungswechsel nicht abgerissen ist. Das stützt die Erwartung, dass das Projekt trotz der veränderten politischen Lage weiter vorangetrieben werden kann.
Strategische Bedeutung von Vara Mada
Das Projekt ist ein Kernbaustein der Strategie, Energy Fuels zu einem integrierten Produzenten von Uran und Seltenen Erden auszubauen. Eine aktualisierte Machbarkeitsstudie vom 8. Januar 2026 unterstreicht die Größenordnung: Für Vara Mada wird ein Nettobarwert von 1,8 Milliarden US-Dollar und eine interne Nachsteuer-Rendite von 24,9 % veranschlagt.
Geplant ist eine Minenlaufzeit von 38 Jahren mit umfangreicher Produktion von Ilmenit, Zirkon und Monazit. Besonders wichtig ist der Monazit-Strom: Er soll in die White-Mesa-Mühle in Utah geliefert und dort zu getrennten Seltenen-Erden-Oxiden verarbeitet werden. Damit könnte Energy Fuels seine Rolle in der US-Lieferkette für kritische Rohstoffe deutlich ausbauen und sich als wichtiger inländischer Anbieter positionieren.
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Zusätzlichen Rückenwind liefert, dass das Unternehmen bereits Ende Dezember 2025 gemeldet hatte, seine Produktions- und Absatzprognose für Uran im Jahr 2025 übertroffen zu haben. Diese Erfolgsmeldung hatte die Anlegerstimmung zuvor bereits aufgehellt.
Bewertung und Kursbild
Trotz der positiven Nachrichten zum Projekt zeichnete ein neuer Analystenbericht vom 12. Januar 2026 ein vorsichtigeres Bild. Kritisch gesehen werden vor allem die aktuelle Bewertung im Verhältnis zu den bestehenden Erträgen und der Mittelabflussrate. Kurz gesagt: Das Potenzial von Vara Mada ist hoch, doch die derzeitigen Kennzahlen des Unternehmens rechtfertigen aus Sicht des Analysten offenbar nicht jedes Kursniveau.
An der Börse dominierte zum Wochenstart dennoch der Optimismus. Die Aktie schloss heute bei 19,30 US-Dollar und liegt damit rund 55 % höher als noch vor einem Monat. Der Abstand von gut 14 % zum 52‑Wochen-Hoch zeigt allerdings, dass bereits viel Hoffnung auf künftigen Fortschritt im Kurs eingepreist ist.
Ausblick: Verhandlungen als Taktgeber
Kurzfristig hängt für Energy Fuels viel an den anstehenden Entscheidungen in Madagaskar. Ein verbindliches Abkommen mit klar definierten und stabilen fiskalischen Bedingungen würde das Risiko des Vara-Mada-Projekts deutlich senken und den Weg für eine finale Investitionsentscheidung freimachen.
Parallel bleibt die Diskrepanz zwischen strategischem Wert des Projekts und den derzeitigen Finanzkennzahlen ein Thema, wie der zurückhaltende Analystenkommentar zeigt. In den kommenden Wochen dürften daher vor allem neue Informationen zu den Gesprächen mit der Regierung in Madagaskar und etwaige Fortschritte auf dem Weg zu einem Abschluss im Mittelpunkt stehen.
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