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Energy Fuels Aktie: Große Übernahme

Energy Fuels kündigt die Übernahme von Australian Strategic Materials für 299 Mio. US-Dollar an. Ziel ist die Schaffung des größten integrierten Anbieters für Seltene Erden außerhalb Chinas.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahmeangebot mit 121 Prozent Aufschlag auf ASM-Aktie
  • Vertikale Integration von Mine bis zu Metallen angestrebt
  • Transaktion als Reaktion auf geopolitische Spannungen
  • Abschluss der Übernahme für Juni 2026 erwartet

Energy Fuels sorgt mit einer angekündigten Großübernahme im Bereich Seltene Erden für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen will den australischen Produzenten Australian Strategic Materials (ASM) für rund 299 Mio. US-Dollar (447 Mio. AUD) übernehmen. Geplant ist damit der Aufbau des größten vollständig integrierten „Mine-to-Metal“-Anbieters für Seltene Erden außerhalb Chinas.

ASM-Aktien reagierten unmittelbar und sprangen nach der Meldung zeitweise um bis zu 126 % auf 1,63 AUD. Das Angebot entspricht einem Aufschlag von 121 % auf den letzten Schlusskurs und wird vom ASM-Verwaltungsrat einstimmig empfohlen.

Strategischer Kern der Transaktion

Mit der Übernahme will Energy Fuels eine kritische Wertschöpfungskette für Seltene Erden außerhalb Chinas zusammenführen. Geplant ist die Kombination der bestehenden Produktion von Seltenen-Erden-Oxiden in der White-Mesa-Mühle in Utah mit ASM-Anlagen:

  • dem bestehenden Korean Metals Plant in Südkorea
  • sowie einem geplanten American Metals Plant in den USA

Die koreanische Anlage von ASM gehört zu den wenigen Standorten außerhalb Chinas, die hochwertige Metalle und Legierungen seltener Erden wie Neodym-Praseodym, Dysprosium und Terbium herstellen.

Diese vertikale Integration zielt darauf ab, Verwundbarkeiten in den globalen Lieferketten zu verringern. Die genannten Materialien sind zentral für Permanentmagnete, die in der Automobilindustrie, im Verteidigungssektor, in der Energietechnik und in der Robotik eingesetzt werden.

Die Transaktion ist als „scheme of arrangement“ nach australischem Recht strukturiert. Der Abschluss wird für Ende Juni 2026 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Behörden. Nach Vollzug sollen ASM-Aktionäre rund 5,8 % am kombinierten Unternehmen halten.

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Geopolitischer Kontext und Brancheneffekte

Der Zeitpunkt der Übernahme fügt sich in eine breitere geopolitische Entwicklung ein. Westliche Staaten verstärken ihre Bemühungen, unabhängige Bezugsquellen für kritische Rohstoffe aufzubauen. Australien und die USA treiben hierzu den Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten voran, gestützt von einem Rahmenabkommen zur Zusammenarbeit im Bereich kritischer Minerale.

Wichtige Rahmendaten:

  • Steigende Uranpreise: Uran-Futures sind auf über 85 US-Dollar je Pfund und damit auf ein 17-Monats-Hoch gestiegen, getrieben von höheren Nachfrageprognosen und Käufen physischer Fonds.
  • Geopolitische Spannungen: China hat Exportbeschränkungen für sogenannte Dual-Use-Güter inklusive Seltenerden verschärft. Länder wie Japan investieren Milliardenbeträge, um ihre Lieferketten zu diversifizieren.
  • Konsolidierung der Wertschöpfungskette: Der Schritt von Energy Fuels gilt als möglicher Wendepunkt beim Aufbau einer westlichen Lieferkette für Seltene Erden und könnte ähnliche Transaktionen im Minensektor anstoßen.

Energy Fuels’ erweiterter Fußabdruck

Mit ASM erhält Energy Fuels Zugang zum Dubbo-Projekt in Australien. Dieses Projekt bietet langfristige Wachstumsperspektiven und ergänzt die bestehende Rohstoffbasis, zu der auch das Vara-Mada-Projekt in Madagaskar gehört.

Die kombinierten Aktivitäten sollen eine erweiterte White-Mesa-Mühle beliefern. Dort ist die Produktion nennenswerter Mengen von Neodym-Praseodym-, Dysprosium- und Terbium-Oxiden vorgesehen, was die Rolle von Energy Fuels im Markt für Seltene Erden weiter stärken dürfte.

Heute ist eine Telefonkonferenz angesetzt, in der das Management weitere Details zur strategischen Integration und zum Ausblick des kombinierten Unternehmens vorstellen will. Die Transaktion markiert damit einen wichtigen Referenzpunkt beim Thema Versorgungssicherheit im Markt für kritische Minerale.

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