Energy Fuels wagt einen größeren Schritt in den Markt für Seltene Erden: Das Unternehmen plant die Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM). Ziel ist ein integrierter Anbieter, der die Kette von der Mine bis zum Metall abdeckt. Entscheidend wird sein, ob alle Genehmigungen wie geplant durchgehen.
Eckpunkte der Transaktion
Energy Fuels hat mit ASM eine sogenannte Scheme Implementation Deed unterzeichnet. Damit wurde der Rahmen für die geplante Übernahme festgelegt.
Wesentliche Daten im Überblick:
- Zielgesellschaft: Australian Strategic Materials Limited (ASM)
- Bewertung: Rund 447 Mio. AUD Eigenkapitalwert
- Struktur: Erwerb sämtlicher ausstehender Stammaktien von ASM
- Vereinbarung: Unterzeichnet am 20. Januar 2026
- Geplanter Vollzug: Spätes erstes Halbjahr 2026
- Bedingungen: Zustimmung der ASM-Aktionäre, Genehmigung durch den Federal Court of Australia, Freigaben der Aufsichtsbehörden (u. a. Foreign Investment Review Board)
Der Abschluss hängt damit von mehreren üblichen, aber teils zeitintensiven Freigaben ab. Beide Unternehmen rechnen aktuell mit einem Vollzug gegen Ende der ersten Jahreshälfte.
Ausbau der Seltene-Erden-Position
Strategisch zielt die Übernahme auf eine deutliche Ausweitung der Aktivitäten im Bereich kritischer Rohstoffe. Durch die Kombination soll ein größerer, integrierter Produzent Seltenerd-Elemente entstehen, der vom Abbau bis zum verarbeiteten Metall aktiv ist.
Seltene Erden sind zentrale Bausteine moderner Technologien. Sie werden unter anderem für Permanentmagnete in Elektrofahrzeugen und in Verteidigungssystemen eingesetzt. Ein ausgebautes „Mine-to-Metal“-Modell könnte Energy Fuels hier besser in der globalen Lieferkette positionieren.
Die Transaktion erfolgt vor dem Hintergrund eines freundlichen Umfelds für die Kernrohstoffe des Unternehmens. Der Uranpreis ist zu Jahresbeginn 2026 weiter gestiegen, Terminpreise liegen über 85 US‑Dollar je Pfund. Treiber sind ein knappes Angebot und robuste Signale für eine langfristig höhere Nachfrage. Parallel wächst der politische Druck, westliche Lieferketten für Seltene Erden unabhängiger und sicherer zu gestalten.
Einordnung und nächster Schritt
Die geplante ASM-Übernahme reiht sich ein in weitere jüngere Maßnahmen von Energy Fuels. Bereits Anfang Januar hatte das Unternehmen eine Erweiterung seiner US‑Kapazitäten zur Verarbeitung Seltenerd-Rohstoffe angekündigt. Die aktuelle Transaktion würde diesen Kurs verstärken: zusätzliche Rohstoffbasis, mehr Verarbeitungstiefe, stärkere Kontrolle entlang der Wertschöpfungskette.
Für die nächsten Monate bleibt der Fokus klar definiert: Der Vollzug hängt an Aktionärs- und Gerichtszustimmung sowie den regulatorischen Freigaben. Gelingt dieser Prozess wie geplant bis zum Ende des ersten Halbjahres, könnte Energy Fuels seine Rolle in den westlichen Lieferketten für Uran und Seltene Erden spürbar ausbauen.
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