Energy Fuels legt an der Börse spürbar zu, nachdem das Unternehmen eine bedeutende Übernahme im Bereich seltener Erden angekündigt hat. Mit dem Kauf von Australian Strategic Materials (ASM) will der Konzern eine integrierte Lieferkette für seltene Erden außerhalb Chinas aufbauen. Für Anleger stellt sich damit vor allem eine Frage: Welche strategische Bedeutung hat dieser Schritt für die Position von Energy Fuels im globalen Markt?
Kursreaktion auf die ASM-Übernahme
Am Freitag schloss die Aktie von Energy Fuels mit einem Plus von 4,42 % bei 25,50 US-Dollar. Damit setzte sich die positive Entwicklung der Woche fort.
Auslöser war die Meldung vom Dienstag, dass Energy Fuels Australian Strategic Materials vollständig übernehmen will. Bereits nach der Ankündigung sprang der Kurs zeitweise um mehr als 7 % nach oben und blieb bis zum Wochenende gut unterstützt.
Wichtige Eckdaten der Transaktion:
- 100-%-Übernahme von Australian Strategic Materials
- Vollständige Aktien-Transaktion (All-Stock-Deal)
- Bewertung von ASM: rund 447 Mio. australische Dollar (ca. 299 Mio. US-Dollar)
- Angebot an ASM-Aktionäre: 1,60 australische Dollar je Aktie
Strategische Bedeutung: Integrierte Lieferkette
Mit dem Deal will Energy Fuels einen durchgängigen „Mine-to-Metal & Alloy“-Anbieter für seltene Erden schaffen, der unabhängig von chinesischen Lieferketten agiert.
Kernpunkte der geplanten Integration:
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- Kombination der White Mesa Mill in Utah, die seltene Erden-Oxide trennen kann,
- mit der bestehenden Korean Metals Plant von ASM,
- sowie der geplanten American Metals Plant von ASM.
Die koreanische Anlage von ASM gehört zu den wenigen Standorten außerhalb Chinas, die kritische seltene Erden-Metalle und -Legierungen herstellen. Dazu zählen insbesondere:
- Neodym-Praseodym (NdPr)
- Dysprosium
- Terbium
Diese Materialien sind zentral für Permanentmagnete, die in der Automobilindustrie, im Energiebereich und in der Verteidigungsindustrie eingesetzt werden.
Durch die vertikale Integration erwartet Energy Fuels eine Verbesserung der Margen, da weniger externe – insbesondere chinesische – Verarbeiter für die Endstufen der Metall- und Legierungsproduktion erforderlich sind. CEO Mark S. Chalmers betonte, das Unternehmen setze damit seinen Plan um, zum größten integrierten Produzenten von seltenen Erden-Materialien außerhalb Chinas zu werden und die Versorgungsketten für die USA und deren Verbündete zu stärken. Die Transaktion fügt sich in die politischen Ziele der USA und Australiens ein, heimische Quellen für kritische Rohstoffe aufzubauen.
Ausblick auf den weiteren Prozess
Der Abschluss der Transaktion ist für Ende der ersten Jahreshälfte 2026 geplant. Voraussetzung sind die üblichen Bedingungen, insbesondere:
- Zustimmung der ASM-Aktionäre
- Genehmigungen der zuständigen Behörden in Australien
Nach Vollzug der Übernahme sollen die bisherigen ASM-Aktionäre rund 5,8 % am fusionierten Unternehmen halten. Der Verwaltungsrat von ASM empfiehlt den Anteilseignern einstimmig, für das Angebot zu stimmen.
Mit Standorten in den USA, Australien und Südkorea würde der kombinierte Konzern über eine strategisch breit aufgestellte Präsenz verfügen und sich als wesentlicher Akteur im globalen Markt für kritische Mineralien positionieren.
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