Energy Fuels will mehr als nur Uran fördern. Das US-Verteidigungsministerium unterstützt diesen Wandel nun mit einer massiven Finanzspritze. Ein Darlehen über 725 Millionen Dollar soll die Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden verringern.
Ausbau in Utah
Das Office of Strategic Capital (OSC) gab eine bedingte Zusage für den Kredit. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Das Kapital fließt direkt in die White Mesa Mill im Bundesstaat Utah.
Dort entstehen Anlagen zur Trennung und Metallisierung Seltener Erden. Bisher konzentrierte sich das Unternehmen fast ausschließlich auf die Uranförderung. Nun folgt der Schritt zum integrierten Lieferanten für kritische Mineralien.
Unabhängigkeit als Ziel
Diese Rohstoffe sind für die Rüstungsindustrie und Elektromobilität unverzichtbar. Die US-Regierung fördert den Aufbau einer heimischen Lieferkette massiv. Energy Fuels will die Lücke zwischen Mine und Magnetproduktion schließen.
Die geplante Übernahme von Australian Strategic Materials ergänzt diese Strategie. Damit sichert sich der Konzern wichtiges metallurgisches Fachwissen. Experten werten dies als entscheidenden Baustein für die geplante Expansion.
Analysten bleiben optimistisch
Goldman Sachs stuft die Aktie weiterhin als Kauf ein. Das Kursziel liegt bei 21 Dollar. Die Analysten erwarten durch den Ausbau der White Mesa Mill deutlich höhere Produktionsmengen.
Aktuell notiert das Papier bei 14,20 Euro. Das entspricht einem Plus von rund 186 Prozent innerhalb eines Jahres. Dennoch liegt der Kurs etwa 39 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Die finale Auszahlung des Kredits hängt von der abschließenden Prüfung ab. Danach muss das Management beweisen, dass es die komplexe Technik im großen Stil beherrscht. Die Transformation zum Multi-Mineral-Konzern hat damit offiziell begonnen.
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