Aktienrückkauf, verdoppelte Dividende, Rekordergebnis — Energiekontor lieferte zuletzt auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die neue Kapitalmarktinformation zum laufenden Rückkaufprogramm vom gestrigen Dienstag fällt dabei in ein günstiges Umfeld, das das Bremer Unternehmen selbst geschaffen hat.
Solide Basis: Zahlen für 2025
Das Geschäftsjahr 2025 endete für Energiekontor mit einem Konzernergebnis vor Steuern von 40,5 Millionen Euro — nach 35,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sprang von 126,5 auf 167,9 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen auf dieser Grundlage eine Verdopplung der Dividende auf 1,00 Euro je Aktie vor. Die Hauptversammlung am 27. Mai 2026 in Ritterhude muss dem noch zustimmen.
Das Warburg-Research-Analysehaus bestätigte Anfang April seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 74,00 Euro. Analyst Philipp Kaiser sieht das Unternehmen gut aufgestellt, um das aktuelle Marktumfeld zu bewältigen. Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 36,35 Euro impliziert das Kursziel erhebliches Aufwärtspotenzial — allerdings notiert die Aktie damit auch rund 31 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 52,40 Euro.
Pipeline und Eigenbestand wachsen weiter
Der Ausblick für 2026 stützt sich auf eine Projektpipeline von rund 12,2 Gigawatt. Im ersten Quartal gelang bereits der Financial Close für das Windprojekt Bützfleth. Der repowerte Windpark Oederquart erhöhte die Gesamtnennleistung im Eigenportfolio auf rund 450 Megawatt.
Für das laufende Jahr erwartet Energiekontor ein EBT zwischen 40 und 60 Millionen Euro — eine breite Spanne, die den Einfluss von Projekttiming und regulatorischen Faktoren widerspiegelt. Ob die obere Bandbreite erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, wie viele der fortgeschrittenen Projekte tatsächlich im Jahresverlauf abgeschlossen werden können.
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