Enel hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen und hebt die Dividende für seine Aktionäre an. Trotz strategischer Deinvestitionen in Peru und Italien konnte der Konzern seine operative Ertragskraft auf bereinigter Basis steigern. Damit setzt der italienische Energieversorger ein deutliches Zeichen für die Verlässlichkeit seiner Ausschüttungspolitik.
Bereinigtes Gewinnwachstum überzeugt
Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf rund 80,3 Milliarden Euro. Dieser Zuwachs resultierte vor allem aus dem Bereich der thermischen Erzeugung und dem Handelsgeschäft, das von gestiegenen Volumina am Großhandelsmarkt profitierte.
Beim Ergebnis zeigt sich die operative Stärke erst auf den zweiten Blick. Während der ordentliche Nettoertrag nominal leicht auf 7,0 Milliarden Euro sank, ergab sich bereinigt um die Effekte der Portfolio-Verkäufe ein deutliches Plus von 5,7 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg korrespondierend um 6,2 Prozent auf 0,69 Euro. Die Aktie reagierte heute mit einem leichten Plus von 0,48 Prozent auf 9,47 Euro und notiert damit weiterhin in der Nähe ihres 50-Tage-Durchschnitts.
Rückkäufe belasten Verschuldung leicht
Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich bis Ende 2025 moderat auf 57,2 Milliarden Euro. Verantwortlich für diesen Anstieg um 2,5 Prozent waren primär die umfangreichen Aktienrückkaufprogramme von Enel sowie der Tochtergesellschaften Endesa und Enel Américas. Insgesamt flossen hierfür rund 1,9 Milliarden Euro ab.
Allerdings betont das Management, dass der operative Cashflow die getätigten Investitionen und Dividendenzahlungen weitgehend abdecken konnte. Mit einem Verhältnis der Nettoverschuldung zum ordentlichen EBITDA von etwa 2,5 bleibt der Konzern innerhalb eines soliden finanziellen Rahmens.
Ambitionierte Ziele bis 2028
Für die Aktionäre zahlt sich die Entwicklung unmittelbar aus. Der Verwaltungsrat schlägt eine Gesamtdividende von 0,49 Euro pro Aktie vor, was einer Steigerung von über 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach der bereits im Januar geleisteten Abschlagszahlung ist die finale Tranche von 0,26 Euro für Mai geplant.
Der Blick des Managements richtet sich bereits auf die kommenden Jahre:
- Jährliches Dividendenwachstum (CAGR) von ca. 6 Prozent bis 2028
- Fokus auf den Ausbau der Stromnetze und erneuerbarer Kapazitäten
- Ziel für den Gewinn je Aktie zwischen 0,80 und 0,82 Euro bis 2028
Die formale Zustimmung der Aktionäre zu den Ergebnissen und der Gewinnverwendung soll auf der Hauptversammlung am 12. Mai 2026 erfolgen. Bis dahin stützen auch die jüngsten Käufe eigener Aktien den Kurs, da Enel Mitte März bereits rund 1,85 Prozent des eigenen Kapitals hielt.
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