In genau zwei Wochen steht Eli Lilly vor einem entscheidenden regulatorischen Meilenstein. Am 10. April entscheidet die US-Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung von Orforglipron, einer neuartigen Abnehmpille. Im Gegensatz zu bisherigen Präparaten verspricht das Medikament nicht nur eine wesentlich einfachere Einnahme für Patienten, sondern auch deutlich höhere Gewinnmargen für den Pharmakonzern.
Angriff auf den Pillen-Markt
Bislang dominiert der Konkurrent Novo Nordisk den Markt für orale Gewichtsverlust-Präparate. Das neue Produkt von Eli Lilly bringt allerdings entscheidende Vorteile mit sich. Die tägliche Pille erfordert keine strengen Nüchternheitsregeln bei der Einnahme und lässt sich unabhängig von Mahlzeiten schlucken. Gleichzeitig ist die Herstellung für den Konzern kostengünstiger und die Lagerung unkomplizierter.
Klinische Daten der ACHIEVE-3-Studie stützen den kommerziellen Optimismus. Hier zeigte Orforglipron mit einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von rund 19,7 Pfund eine signifikant stärkere Wirkung als das vergleichbare orale Semaglutid der Konkurrenz, welches auf 11,0 Pfund kam. Zudem verbesserten sich Begleitwerte wie der Blutdruck und die Blutfettwerte der Probanden.
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Analysten sehen massives Aufwärtspotenzial
Die Wall Street blickt mehrheitlich positiv auf den für Sommer erwarteten Marktstart. Morgan Stanley bestätigte kürzlich die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 1.313 US-Dollar. Die Analysten rechnen damit, dass immer mehr US-Arbeitgeber über spezielle Plattformen die Kosten für Adipositas-Behandlungen übernehmen werden. Auch eine Ausweitung der staatlichen Medicare-Abdeckung im weiteren Jahresverlauf dürfte die Nachfrage ankurbeln. Das breite Konsensbild bleibt mit 16 aktuellen Kaufempfehlungen stark, auch wenn das Analysehaus HSBC den Titel Mitte März auf „Reduzieren“ abstufte.
An der Börse spiegelt sich die fundamentale Stärke der stark wachsenden Mounjaro- und Zepbound-Verkäufe aus dem Vorjahr derzeit nur bedingt wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 779,60 Euro notiert das Papier knapp zehn Prozent unter seiner 50-Tage-Linie. Die hoch bewertete Aktie sucht nach der jüngsten Konsolidierung noch nach einem festen Boden.
Weit mehr als nur Gewichtsverlust
Der Pharmariese testet den Wirkstoff derweil schon für weitere medizinische Einsatzgebiete. Aktuell laufen späte Studienphasen, die den Einsatz von Orforglipron bei Schlafapnoe, Knie-Arthrose und Bluthochdruck prüfen. Gelingen diese Erweiterungen, vergrößert sich das Umsatzpotenzial signifikant. Marktforscher von Evaluate prognostizieren für das Medikament bis 2032 jährliche Erlöse von 11,8 Milliarden US-Dollar. Der Startschuss für diese kommerzielle Entwicklung fällt am 10. April mit dem offiziellen Votum der FDA.
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