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Eli Lilly Aktie: Wunderbare Perspektiven

Eli Lilly erwirbt Ventyx Biosciences für 1,2 Milliarden Dollar und meldet klinische Fortschritte. Die Pipeline wird jenseits der Adipositas-Medikamente breiter aufgestellt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahme von Ventyx für rund 1,2 Mrd. Dollar
  • Positive Phase-3-Studie bei psoriatischer Arthritis
  • FDA-Breakthrough-Status für neues Krebsmedikament
  • Aktie nach starkem Anstieg zuletzt korrigiert

Eli Lilly setzt weiter auf Wachstum über neue Wirkstoffe und Zukäufe. Mit der Übernahme von Ventyx Biosciences und frischen Erfolgen in späten Studien stärkt der US-Konzern seine Pipeline jenseits der bekannten Adipositas-Mittel. Wie sehr stützen diese Nachrichten die zuletzt schwankende Aktie?

Ventyx-Deal stärkt Immunologie

Der wichtigste Trigger für die aktuelle Nachrichtenlage ist die geplante Übernahme von Ventyx Biosciences. Eli Lilly hat eine verbindliche Vereinbarung zum Kauf von Ventyx für 14 US‑Dollar je Aktie in bar geschlossen, insgesamt rund 1,2 Milliarden US‑Dollar.

Auffällig ist vor allem der hohe Aufschlag auf den vorherigen Börsenkurs von Ventyx, den der Deal beinhaltet. Das unterstreicht, wie ernst es Lilly mit dem Ausbau der Immunologie-Pipeline ist. Finanziert wird die Transaktion vollständig aus vorhandenen Barmitteln – eine Kapitalerhöhung steht damit nicht im Raum.

Der Ventyx-Vorstand empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots einstimmig. Der Abschluss hängt nun noch von den üblichen Zustimmungen der Anteilseigner und der Behörden ab und soll im ersten Halbjahr 2026 erfolgen.

Klinische Erfolge in Psoriasis und Onkologie

Parallel zum M&A-Kurs liefert Lilly auch in der Entwicklungspipeline positive Signale.

  • Psoriatische Arthritis: In der Phase‑3b‑Studie TOGETHER‑PsA wurde das primäre Studienziel erreicht. Eine Kombination aus Taltz und Zepbound (Wirkstoff Tirzepatid) zeigte bei Patienten mit psoriatischer Arthritis und Adipositas deutlich bessere Ergebnisse als Taltz allein. 31,7 % der Patienten unter Kombinationstherapie erreichten den primären Endpunkt, gegenüber nur 0,8 % in der Kontrollgruppe. Das stützt die Strategie, bestehende Produkte mit den neuen Stoffwechsel-Therapien zu verknüpfen.

  • Onkologie: Zusätzlich hat die US-Arzneimittelbehörde FDA Sofetabart Mipitecan den Status einer „Breakthrough Therapy“ erteilt. Die Einstufung gilt für erwachsene Patienten mit platinresistentem Ovarialkarzinom und soll Entwicklung und Zulassungsprüfung beschleunigen. Für Lilly erhöht das die Chance, in einem schwer zu behandelnden Segment früher mit einem neuen Wirkstoff am Markt zu sein.

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Diese Fortschritte bieten dem Unternehmen zusätzliche Wachstumsoptionen neben den bereits etablierten Blockbustern.

GLP‑1 bleibt das Kernstück

Trotz der breiteren Pipeline bleibt das Geschäft mit GLP‑1‑basierten „Gewichtsverlust“-Therapien das Herzstück der Bewertung. Zusammen mit Novo Nordisk dominiert Eli Lilly dieses Segment.

Berichte deuten darauf hin, dass frühere Lieferengpässe bei Schlüsselpräparaten weitgehend entschärft wurden. Das schafft Spielraum für steigende Volumina, statt lediglich über Preiserhöhungen zu wachsen. Der insgesamt positive Sektortrend verstärkt die Erwartung, dass Zepbound und Mounjaro über Jahre einen hohen Ergebnisbeitrag liefern.

Kursseitig hat die Aktie zuletzt jedoch Luft abgelassen: Auf Wochensicht steht ein Rückgang von rund 12 %, von ihrem 52‑Wochen‑Hoch ist sie derzeit gut 17 % entfernt. Nach dem starken Anstieg der vergangenen zwölf Monate bleibt das Niveau aber erhöht, was auf weiterhin hohe Erwartungen des Marktes hinweist.

Zahlen am 4. Februar im Blick

Spätestens mit den Q4‑Zahlen 2025 dürfte sich zeigen, ob Lilly den hohen Vorschusslorbeeren gerecht wird. Der Konzern will seinen Geschäftsbericht am 4. Februar 2026 vorlegen.

Wesentliche Kennpunkte, auf die Investoren achten werden:

  • Umsatz 2025: Die Prognose wurde im Oktober 2025 auf 63,0 bis 63,5 Milliarden US‑Dollar angehoben.
  • Gewinn je Aktie (non‑GAAP): Erwartet wird eine Spanne von 23,00 bis 23,70 US‑Dollar für das Gesamtjahr 2025.
  • Dividende: Die Quartalsdividende wurde zuletzt auf 1,73 US‑Dollar je Aktie erhöht, Ex‑Dividenden‑Datum ist der 13. Februar 2026.

Fundamental setzt Eli Lilly damit auf drei Säulen: starke GLP‑1‑Umsätze, eine breitere Pipeline durch Deals wie Ventyx und beschleunigte Entwicklungsprogramme in Bereichen wie Onkologie und Immunologie. Ob das für den nächsten Kursschub reicht, dürfte sich vor allem an den Aussagen zum Absatzpfad von Zepbound und Mounjaro beim Earnings‑Call Anfang Februar entscheiden.

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