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Eli Lilly Aktie: Wirtschaftlicher Aufschwung

Der Pharmakonzern erwartet die Zulassung eines oralen GLP-1-Medikaments und treibt gleichzeitig die Pipeline in China voran, während der Umsatz stark von zwei Blockbustern abhängt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • FDA-Entscheidung zu oralem Abnehmmedikament Orforglipron erwartet
  • Umsatz verdoppelt sich dank GLP-1-Blockbuster Mounjaro und Zepbound
  • Expansion mit Alzheimer- und Diabetesstudien auf chinesischem Markt
  • Erhöhte Quartalsdividende und ambitioniertes Umsatzziel für 2026

Der Pharmakonzern Eli Lilly steht im März 2026 vor einer möglicherweise wegweisenden FDA-Entscheidung: Die Zulassung von Orforglipron, der ersten oralen Abnehmpille aus der GLP-1-Klasse, könnte bereits im zweiten Quartal erfolgen. Parallel treibt das Unternehmen seine Pipeline in China voran – sowohl bei Alzheimer als auch Diabetes. Doch wie nachhaltig ist das aktuelle Wachstum wirklich?

GLP-1-Blockbuster dominieren das Geschäft

Die beiden Kassenschlager Mounjaro (Diabetes) und Zepbound (Gewichtsreduktion) legten 2025 um 99 Prozent beziehungsweise 175 Prozent zu. Der Gesamtumsatz kletterte auf 65,2 Milliarden Dollar – ein Plus von knapp 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn verdoppelte sich nahezu.

Doch diese Erfolgsgeschichte birgt eine Konzentration: Bereits heute entfallen 56 Prozent des Umsatzes auf Mounjaro und Zepbound. Wenn die Patente auslaufen, wird Lilly diese Lücke füllen müssen.

Orforglipron: Die orale Alternative

Die FDA könnte bereits im laufenden Quartal über Orforglipron entscheiden. Das oral einzunehmende GLP-1-Medikament übertraf in der 52-wöchigen ACHIEVE-3-Studie die Konkurrenz: Bei einer Dosis von 36 Milligramm sank der HbA1c-Wert um 2,2 Prozent (versus 1,4 Prozent bei oralem Semaglutid), der Gewichtsverlust betrug 9,2 Prozent (versus 5,3 Prozent).

Die Preisgestaltung steht bereits: Ab April zahlen Medicare-Patienten maximal 50 Dollar pro Monat für Zepbound und Orforglipron. Selbstzahler erhalten die niedrigste Dosis für 149 Dollar. Das Marktforschungsinstitut Clarivate prognostiziert für Orforglipron Umsätze von 16 Milliarden Dollar im Jahr 2031.

Expansion nach China

Innerhalb der vergangenen 48 Stunden hat Lilly eine Phase-1-Studie zu Remternetug in China gestartet. Der Alzheimer-Kandidat, der sich bereits in Phase 3 befindet, wird damit erstmals an chinesischen Probanden getestet. Parallel läuft eine weitere frühe Studie für ein orales Diabetes-Medikament. Der globale Alzheimer-Markt dürfte von 2,4 Milliarden Dollar (2023) auf 17 Milliarden Dollar (2033) wachsen – ein durchschnittliches jährliches Plus von 21,8 Prozent.

Olumiant-Erweiterung in Europa

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (CHMP) empfiehlt die Zulassung von Olumiant (Baricitinib) für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren mit schwerer Alopecia areata. In der Phase-3-Studie BRAVE-AA-PEDS erreichten 42,4 Prozent der Teilnehmer nach 36 Wochen eine Kopfhautbedeckung von mindestens 80 Prozent. Die Entscheidung der EU-Kommission wird in ein bis zwei Monaten erwartet.

Wettbewerbsdruck nimmt zu

Novo Nordisk investiert 506 Millionen Dollar in eine neue Produktionsstätte in Irland – ein direkter Angriff auf Lillys GLP-1-Dominanz. Zudem handelt die Aktie mit einem KGV von 44, während mehr als die Hälfte des Umsatzes von nur zwei Produkten abhängt.

Für 2026 peilt Lilly rund 83 Milliarden Dollar Umsatz an. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Orforglipron diese ambitionierte Prognose untermauern kann. Am 10. März zahlt das Unternehmen eine Quartalsdividende von 1,73 Dollar je Aktie aus – ein Anstieg gegenüber den bisherigen 1,50 Dollar.

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Diskussion zu Eli Lilly

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.