Wenn Anleger an Eli Lilly denken, dominieren meist Abnehmspritzen und Diätpillen die Schlagzeilen. Am Montag rückte der Pharmakonzern jedoch einen ganz anderen Bereich ins Rampenlicht. Mit dem vierten klinischen Erfolg in Serie für ein vielversprechendes Krebsmedikament beweist das Unternehmen, dass die Wachstumsstory weit über das lukrative Geschäft mit dem Gewichtsverlust hinausgeht.
Erfolgreicher Angriff auf etablierte Therapien
Konkret geht es um das Onkologie-Präparat Jaypirca (Pirtobrutinib). In der jüngsten Phase-3-Studie zeigte die Kombinationstherapie eine signifikante Verbesserung beim progressionsfreien Überleben von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL). Es ist bereits der vierte Erfolg in der entscheidenden Studienphase für dieses Medikament.
Gleichzeitig lieferte Eli Lilly Daten aus einer direkten Vergleichsstudie gegen Imbruvica von Johnson & Johnson. Hier überzeugte Jaypirca mit einer höheren Gesamtansprechrate von 87 Prozent gegenüber 78,5 Prozent beim Konkurrenzprodukt. Der entscheidende Vorteil des Lilly-Wirkstoffs liegt in seinem reversiblen Bindungsmechanismus. Dadurch behält das Medikament seine Wirksamkeit auch dann, wenn Patienten Mutationen entwickeln, die herkömmliche Therapien ins Leere laufen lassen. Auf Basis dieser Ergebnisse plant der Konzern noch in diesem Jahr die Beantragung einer Zulassungserweiterung.
Hohe Bewertung bremst die Euphorie
Trotz der positiven Nachrichten aus der Forschung reagiert der Markt verhalten. Nach dem jüngsten leichten Kursrutsch notiert die Aktie aktuell bei 791,50 Euro, was einem Minus von gut 14 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.
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Verantwortlich für diese Zurückhaltung ist vor allem die sportliche Bewertung des Papiers. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 40 wird Eli Lilly deutlich teurer gehandelt als der Durchschnitt des S&P 500, der bei 24 liegt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Anleger positive Pipeline-Nachrichten bei diesem Preisniveau bereits als selbstverständlich voraussetzen.
Fokus auf das erste Quartal
Neben den Fortschritten in der Onkologie behalten Investoren das metabolische Kerngeschäft fest im Blick. Die kürzlich zugelassene orale GLP-1-Abnehmpille Foundayo ist mittlerweile über große US-Apothekennetzwerke wie Amazon Pharmacy verfügbar.
Am 30. April präsentiert Eli Lilly die Zahlen für das erste Quartal. Auf der Agenda stehen dann konkrete Daten zur Markteinführung der neuen Pille sowie Details zur Preisgestaltung und den Produktionskapazitäten der etablierten Präparate Mounjaro und Zepbound. Mit der gestärkten Onkologie-Pipeline und einem für 2026 prognostizierten Umsatz von bis zu 83 Milliarden US-Dollar etabliert der Konzern neben dem Abnehm-Boom nun endgültig eine zweite tragende Säule.
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