Eli Lilly liefert ab heute sein neues Abnehm-Medikament Foundayo aus. Die Pille wurde in Rekordzeit von der FDA zugelassen und zielt direkt auf die Schwachstellen der Konkurrenz ab. Anleger reagieren erfreut auf den strategischen Schritt im lukrativen GLP-1-Markt.
Rekordtempo und ein entscheidender Vorteil
Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte die Zulassung für den Wirkstoff Orforglipron nach nur 50 Tagen. Möglich machte dies ein neues Prioritäten-Programm der Behörde. Für Patienten löst Foundayo ein konkretes Alltagsproblem: Im Gegensatz zu bisherigen GLP-1-Spritzen oder der oralen Wegovy-Variante von Novo Nordisk kann die Pille unabhängig von Mahlzeiten und Flüssigkeitsaufnahme eingenommen werden. Analysten wie Andy Hsieh von William Blair sehen darin einen klaren Wettbewerbsvorteil, der die Marktdurchdringung gegenüber dem dänischen Rivalen beschleunigen dürfte.
Um Lieferengpässe wie bei früheren Medikamenten zu vermeiden, hat der Pharmakonzern bereits Bestände im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar aufgebaut. Hierbei profitiert Eli Lilly von der chemischen Struktur. Als kleines Molekül ist Foundayo in der Herstellung weniger komplex als die peptidbasierten Konkurrenzprodukte. Auch bei der Preisgestaltung zielt das Unternehmen auf den Massenmarkt ab. Mit Versicherungsschutz zahlen US-Patienten 25 US-Dollar pro Monat, während die Basis-Selbstzahleroption bei 149 US-Dollar liegt.
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Ambitionierte Umsatzprognosen
Die Börse honorierte die Entwicklungen mit einem Kursplus von knapp vier Prozent auf 918,12 US-Dollar. An der Wall Street überschlagen sich derweil die Prognosen für das neue Medikament. Die Schätzungen für die kommenden Jahre fallen äußerst optimistisch aus:
- Citi: Erwartet bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2026 und sieht ein langfristiges Spitzenpotenzial von über 40 Milliarden US-Dollar.
- J.P. Morgan: Prognostiziert Erlöse von 6 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2027.
- Truist Securities: Schätzt den kombinierten Spitzenumsatz der Lilly-Produkte Mounjaro, Zepbound und Foundayo auf 101 Milliarden US-Dollar weltweit.
Trotz der Euphorie mahnt das Analysehaus Bernstein kurzfristig zur Vorsicht. Kostenlose Probeprogramme und Preisdruck könnten die anfänglichen Umsätze dämpfen, selbst wenn die Verschreibungszahlen schnell steigen. Zudem bleiben branchenweite Risiken wie mögliche Preiskontrollen und der Widerstand von Krankenversicherungen bestehen. Dennoch dominiert der Optimismus: Von 30 Analysten empfehlen 23 die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.221,26 US-Dollar.
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