Eli Lilly eilt seit Monaten von Rekord zu Rekord, getrieben vom globalen Boom der Abnehmspritzen. Nun gießt die Großbank HSBC Wasser in den Wein und warnt vor überzogenen Erwartungen. Die Analysten stellen nicht nur die langfristige Größe des GLP-1-Marktes infrage, sondern sehen auch die astronomische Bewertung des Pharmagiganten kritisch.
Skepsis beim Marktpotenzial
Die Herabstufung auf „Reduce“ durch HSBC markiert eine seltene Gegenstimme an der Wall Street. Die Analysten senkten das Kursziel deutlich von 1.070 auf 850 US-Dollar. Im Kern dreht sich die Kritik um die Markterwartungen für GLP-1-Präparate. Während der Konsens von einem künftigen Marktvolumen von über 150 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 ausgeht, prognostiziert HSBC lediglich 80 bis 120 Milliarden US-Dollar. Die Aktie sei mittlerweile für ein absolut perfektes Szenario bepreist.
Ein weiterer Schwachpunkt liegt in der Struktur der Käuferschaft. Der Markt für Gewichtsverlust-Medikamente ist in den USA stark von Patienten abhängig, die die Kosten aus eigener Tasche zahlen. Bei einem wirtschaftlichen Abschwung könnten viele Amerikaner diese Gesundheitsausgaben kürzen. Zudem äußert HSBC Bedenken bezüglich der neuen Abnehmpille Orforglipron, deren Markteinführung ansteht. Die Analysten befürchten, dass Patienten das orale Medikament im Alltag weniger konsequent einnehmen könnten als in den streng kontrollierten klinischen Studien.
Diese Vorsicht spiegelt sich auch beim Konkurrenten Novo Nordisk wider, der kürzlich auf Preisdruck verwies und einen leichten Umsatzrückgang in bestimmten Bereichen einkalkuliert. Die Diskrepanz zwischen dem eher pessimistischen Ausblick der Dänen und den hochgradig optimistischen Prognosen von Eli Lilly sorgt bei Marktbeobachtern für Irritationen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?
Starke Zahlen treffen auf hohe Bewertung
Fundamental steht der US-Konzern blendend da. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um fast 43 Prozent auf 19,29 Milliarden US-Dollar. Allein die Zugpferde Mounjaro und Zepbound spülten zusammen fast 11,7 Milliarden US-Dollar in die Kassen.
Das Problem ist die Fallhöhe: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 42 überragt Eli Lilly den US-Pharmadurchschnitt von 17,4 bei Weitem. Jeder kleine Fehltritt beim Wachstum kann hier empfindliche Korrekturen auslösen. Nach dem jüngsten Kursrutsch notiert das Papier aktuell bei 811,00 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 12 Prozent.
Trotz des HSBC-Gegenwinds bleibt die Mehrheit der Wall Street optimistisch. Von 30 Analystenhäusern raten aktuell 26 zum Kauf. Der nächste konkrete Impulsgeber steht bereits fest: Im April wird die Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA zur neuen oralen Abnehmpille erwartet. Die Details zur Preisgestaltung und den Nebenwirkungen dieses Präparats werden die kurzfristige Richtung der Aktie maßgeblich bestimmen.
Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:
Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
