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Symbolbild, KI-generiert

Eli Lilly Aktie: Risikomodell stützt Foundayo

Berechnungen aus einer Phase-3-Studie weisen auf geringere Diabetes- und Herzrisiken hin; beobachtete Krankheitsereignisse belegen sie nicht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Diabetesrisiko modelliert um bis zu 57 Prozent niedriger
  • Herz-Kreislauf-Risiko sinkt rechnerisch um bis zu 18 Prozent
  • BTIG-Umfrage zeigt breitere Nutzerbasis
  • Lilly untersucht Foundayo für weitere Indikationen

Lilly liefert neue Daten für seine Abnehmpille: Nach Modellrechnungen könnte Foundayo (Wirkstoff Orforglipron) das Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Es sind Post-hoc-Analysen der Phase-3-Studie ATTAIN-1, die der Konzern heute vorgelegt hat. Das stärkt das Argument, dass die Pille mehr leisten könnte als reinen Gewichtsverlust.

Was die Analyse zeigt

Die Auswertung stützt sich auf 3.127 Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht. Nach 72 Wochen errechnete das Modell beim vorhergesagten Zehn-Jahres-Risiko für Typ-2-Diabetes Reduktionen gegenüber Placebo von 45, 50 und 57 Prozent. Sie entsprechen den Dosierungen von 5,5, 9 und 17,2 Milligramm.

Beim Herz-Kreislauf-Risiko fällt der Effekt kleiner aus. Die höchste Dosis kommt auf 18 Prozent, die niedrigeren Dosen auf 13 und 15 Prozent.

Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich um modellbasierte Schätzungen, nicht um beobachtete Ereignisse. Das Diabetesrisiko wurde mit einem Stoffwechsel-Staging-Modell berechnet, das Herzrisiko mit einer BMI-basierten Framingham-Formel. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Diabetes, Obesity and Metabolism.

Das Kostenargument

Lilly verknüpft die Daten mit der Gesundheitsökonomie. Aus Sicht des Konzerns deuten die Ergebnisse zusammen mit früheren Untersuchungen darauf hin, dass eine wirksame Adipositas-Therapie langfristig Ausgaben für Patienten und Gesundheitssysteme senken könnte. Das ist ein Argument für die Erstattung, an der die Marktdurchdringung stark hängt.

Dazu passt eine Umfrage von BTIG unter 1.000 GLP-1-Nutzern. Danach hat sich die Nutzerbasis verbreitert: 51 Prozent verdienen weniger als 50.000 Dollar im Jahr, vor einem Jahr waren es noch 34 Prozent. 61 Prozent der Befragten haben eine Kostenübernahme durch die Versicherung.

Zugleich nimmt der Anteil kurzfristiger Nutzer zu, 36 Prozent nehmen die Mittel seit höchstens drei Monaten. Das spricht für einen wachsenden Markt, aber auch für viele Neueinsteiger.

Kursreaktion

Die Aktie schloss gestern bei 1.157 Dollar und verlor 2,33 Prozent. Vorbörslich notierte sie heute kaum verändert bei 1.159,50 Dollar. Die Studiendaten allein bewegten den Kurs also zunächst nicht.

Foundayo ist bereits von der FDA für das chronische Gewichtsmanagement zugelassen. Lilly prüft den Wirkstoff zusätzlich bei Typ-2-Diabetes, Schlafapnoe, Kniearthrose, Bluthochdruck, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und Belastungsinkontinenz. Jede weitere Indikation würde den Markt für die Pille vergrößern.

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Diskussion zu Eli Lilly

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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