Das Duell der Pharma-Giganten geht in die nächste Runde. Eli Lilly hat entscheidende Phase-3-Daten für seine Abnehm-Tablette Orforglipron vorgelegt und damit eine direkte Antwort auf die lästigen Injektionen der Konkurrenz geliefert. Während Novo Nordisk noch an seiner oralen Lösung feilt, könnte Lillys strategischer Vorstoß die Karten im Milliardenmarkt für Adipositas neu mischen.
Schluss mit dem Jojo-Effekt?
Die am Donnerstag veröffentlichten Daten der „ATTAIN-MAINTAIN“-Studie adressieren eines der größten Probleme bei Abnehmtherapien: die Gewichtszunahme nach dem Absetzen der Spritzen. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten, die von den Injektionen Zepbound oder Wegovy auf die tägliche Tablette Orforglipron wechseltenihr reduziertes Gewicht weitgehend halten konnten.
Der klinische Erfolg liegt vor allem in der Bequemlichkeit. Orforglipron ist kein Peptid und wird vom Körper leichter aufgenommen als Konkurrenzprodukte, was strikte Nüchternheitsgebote bei der Einnahme überflüssig machen könnte. Kenneth Custer, Präsident von Lilly Cardiometabolic Health, betonte, die Tablette helfe den Menschen, „das Gewicht zu halten, für dessen Verlust sie hart gearbeitet haben.“
Beschleunigte Zulassung im Blick
Eli Lilly verschwendet keine Zeit und hat den Zulassungsantrag bei der US-Gesundheitsbehörde FDA bereits eingereicht. Besonders interessant für Anleger ist der Zeitplan: Dank eines speziellen Vouchers und einer Preisvereinbarung mit der US-Regierung könnte eine Entscheidung deutlich früher fallen als üblich.
Marktbeobachter rechnen nun mit einem möglichen Bescheid der FDA bereits am 28. März 2026. Sollte die Zulassung erfolgen, hätte Eli Lilly ein massives Alleinstellungsmerkmal gegenüber Novo Nordisk, deren orale Version von Wegovy noch auf eine Entscheidung wartet. Analysten von Goldman Sachs prognostizieren, dass Orforglipron bis 2030 etwa 60 Prozent des Marktes für orale tägliche Abnehmpräparate erobern könnte – ein Umsatzpotenzial von rund 13,6 Milliarden Dollar.
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Marktreaktion und charttechnische Lage
Trotz der positiven Nachrichtenlage zeigt sich die Aktie heute mit einem leichten Minus von 0,12 Prozent auf 901,80 Euro zurückhaltend. Nach dem Anstieg am Donnerstag an der Wall Street nutzen einige Marktteilnehmer die Gelegenheit offenbar für Gewinnmitnahmen.
Ein Blick auf die technischen Indikatoren verrät jedoch eine interessante Konstellation: Mit einem RSI (14 Tage) von 28,5 befindet sich der Titel aktuell im überverkauften Bereich. Auch der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von über 26 Prozent unterstreicht den langfristig starken Aufwärtstrend, selbst wenn das Papier aktuell rund 6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch notiert.
Ausblick: Ein entscheidendes Frühjahr
Für Investoren richtet sich der Blick nun fest auf das erste Quartal 2026. Neben der erwarteten FDA-Entscheidung im März wird der Auftritt von CEO David Ricks auf der J.P. Morgan Healthcare Conference am 13. Januar weitere Einblicke in die Kommerzialisierungsstrategie geben. Gelingt die schnelle Markteinführung, könnte Eli Lilly seine Führungsposition im boomenden Adipositas-Markt zementieren.
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