Die Aktie von Eli Lilly schloss am Mittwoch 1,65 Prozent tiefer bei 1.018,92 Dollar – und das trotz vielversprechender Studienergebnisse. Der Pharmakonzern hatte zuvor positive Daten aus einer Phase-3b-Studie vorgelegt, die den kombinierten Einsatz des Immunologie-Medikaments Taltz und des Abnehmwirkstoffs Zepbound untersuchte. Die Kombination zeigte bei Patienten mit Psoriasis und Adipositas deutliche Vorteile gegenüber einer Monotherapie. Doch die Börse zeigte sich verhalten.
Studie überzeugt klinisch
Am 18. Februar veröffentlichte Eli Lilly die Ergebnisse der TOGETHER-PsO-Studie. Diese prüfte die Wirksamkeit der Kombination aus Taltz (Ixekizumab) und Zepbound (Tirzepatid) im Vergleich zu Taltz allein. Die Teilnehmer litten an mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis sowie Adipositas (durchschnittlicher BMI über 39 kg/m²).
Die Kombitherapie erzielte statistisch signifikante Erfolge:
- Doppelendpunkt erreicht: Nach 36 Wochen erreichten 27,1 Prozent der Patienten mit beiden Wirkstoffen vollständig klare Haut (PASI 100) und mindestens 10 Prozent Gewichtsverlust. In der Gruppe mit Taltz allein schafften dies nur 5,8 Prozent.
- Hautbild: Die Kombination führte bei rund 41 Prozent zu komplett reiner Haut, verglichen mit 29 Prozent unter Taltz-Monotherapie – eine relative Verbesserung von etwa 40 Prozent.
Trotz dieser soliden klinischen Daten blieb die Kursreaktion verhalten. Analysten verweisen auf die bereits hohe Bewertung und den Fokus der Anleger auf anstehende Regulierungsentscheidungen.
Pipeline-Ausbau und strategische Deals
Parallel zu den Studiendaten erweiterte Eli Lilly seine Pipeline. Am selben Tag gab das Unternehmen eine Lizenzvereinbarung mit CSL Limited bekannt. Für eine Vorabzahlung von 100 Millionen Dollar sichert sich Lilly weltweite exklusive Rechte an Clazakizumab, einem Anti-IL-6-Antikörper. Das Mittel soll außerhalb der kardiovaskulären Prävention bei Nierenerkrankungen im Endstadium entwickelt werden. Der Schritt unterstreicht Lillys Ambitionen im Immunologie-Bereich.
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Der nächste wichtige Katalysator steht bereits bevor: Im April 2026 wird die FDA-Entscheidung zu Orforglipron erwartet, Lillys oralem Abnehm-Kandidaten. Berichten zufolge hat das Unternehmen bereits Lagerbestände im Wert von rund 1,5 Milliarden Dollar für eine mögliche Zulassung aufgebaut. Das Präparat soll als Tabletten-Alternative zu injizierbaren GLP-1-Therapien direkt mit Konkurrenzprodukten konkurrieren.
Starke Zahlen, hohe Erwartungen
Die jüngste Kursbewegung erfolgt vor dem Hintergrund solider Finanzkennzahlen. Im vierten Quartal steigerte Eli Lilly den Umsatz um 42,6 Prozent auf 19,29 Milliarden Dollar – getrieben vor allem durch die GLP-1-Medikamente. Doch die Aktie notiert nahe historischer Höchststände. Der Markt scheint Perfektion eingepreist zu haben, was ihn empfindlich für Nachrichten macht, die nicht sofort in angehobenen Prognosen münden.
Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 977 Milliarden Dollar bleibt Eli Lilly einer der wertvollsten Pharmakonzerne weltweit. Die FDA-Entscheidung zu Orforglipron im April dürfte die nächste richtungsweisende Weichenstellung bringen.
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