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Eli Lilly Aktie: Leichte Aufbruchstimmung

Eli Lilly erhält FDA-Breakthrough-Status für ein Onkologie-Medikament, was die Pipeline diversifiziert und Analysten bestätigt ihre Kaufempfehlungen. Die Aktie profitiert im Vergleich zum Rivalen Novo Nordisk.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • FDA-Breakthrough-Status für Krebsmittel Sofetabart
  • Analysten bekräftigen ihre Kaufempfehlungen
  • Aktie profitiert gegenüber Konkurrent Novo Nordisk
  • Quartalszahlen am 4. Februar 2026 erwartet

Eli Lilly verschiebt den Fokus der Anleger weg von GLP‑1 und hin zur Onkologie. Eine wichtige FDA-Entscheidung für einen Krebswirkstoff sorgt für Rückenwind – und setzt den Rivalen Novo Nordisk zugleich unter Druck. Entscheidend ist nun, ob sich aus dem Einzelerfolg eine breiter getragene Wachstumsstory jenseits der Adipositas-Medikamente entwickeln kann.

Durchbruch in der Onkologie

Auslöser der jüngsten Kursstärke ist die Nachricht, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA dem experimentellen Krebsmedikament sofetabart mipitecan den Status einer „Breakthrough Therapy“ verliehen hat. Es handelt sich um ein neuartiges Antikörper-Wirkstoff-Konjugat zur Behandlung von platinresistentem Eierstockkrebs, einer schwer therapierbaren Indikation.

Diese Einstufung soll die Entwicklung und Zulassung von Therapien mit besonderem medizinischem Nutzen beschleunigen. Für Eli Lilly bedeutet sie mehr als nur ein Forschungsmilestone: Der Konzern zeigt damit, dass seine Pipeline nicht allein auf GLP‑1-Präparate wie Mounjaro und Zepbound angewiesen ist. Das reduziert die Wahrnehmung eines einseitigen Geschäftsmodells und erweitert die Fantasie auf zusätzliche Umsatzquellen im Krebsbereich.

Gleichzeitig ist der Schritt ein Signal an den Markt, dass die umfangreichen F&E-Investitionen in andere Therapiegebiete Früchte tragen. In früheren Quartalen hatte vor allem die GLP‑1-Sparte mit einem Umsatzsprung von 54 % für Schlagzeilen gesorgt – nun rückt ein zweites starkes Standbein in den Fokus.

Analysten und Konkurrenz: Rückenwind für die Story

Flankiert wird die positive Nachricht von gestütztem Vertrauen der Sell-Side. Am 21. Januar bestätigte Bernstein-Analystin Courtney Breen ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Auch Guggenheim bekräftigte am selben Tag ein „Buy“-Rating. Konkrete Kurszieländerungen werden zwar nicht genannt, doch der Tenor ist klar: Die Onkologie-Pipeline erhöht aus Analystensicht die Attraktivität des Papiers.

Besonders auffällig ist der Vergleich mit Novo Nordisk. Während Eli Lilly nach der FDA-Meldung zulegen konnte, gerieten die Papiere des dänischen Rivalen unter Druck. Ein „Underperform“-Rating von Jefferies mit Verweis auf Bedenken zur Volumenentwicklung von Wegovy führte dort zu einem Kursrückgang von rund 4 %. Diese Divergenz macht deutlich, dass Investoren derzeit eher das breiter aufgestellte Portfolio und die ambitionierte Ausbau-Strategie von Eli Lilly honorieren.

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Operativ schaffte das Management zusätzliche Klarheit: Der Konzern wird seine Zahlen zum vierten Quartal 2025 am 4. Februar 2026 um 10:00 Uhr EST vorlegen. Zudem wurden Insidertransaktionen bekannt, bei denen die Aufsichtsräte Juan Luciano und Gabrielle Sulzberger im November 2024 Aktien über den unternehmenseigenen Deferred-Compensation-Plan erhielten. Wichtig: Es handelt sich um vergütungsbedingte Zuteilungen, nicht um klassische Käufe am offenen Markt.

Bewertung und Markteinordnung

Die Aktie von Eli Lilly wird an der Börse weiterhin mit einem deutlichen Bewertungsaufschlag gehandelt. Die Marktkapitalisierung liegt über der Marke von 1 Billion US‑Dollar, das KGV (ttm) beträgt rund 53. Diese Kennzahlen spiegeln hohe Wachstumserwartungen wider – sowohl an die GLP‑1-Sparte als auch an die nun stärker beachtete Onkologie-Pipeline.

Der Markt interpretiert die jüngste Entwicklung so, dass Lilly bei Lieferkette und Pipeline-Breite aktuell besser dasteht als Novo Nordisk. Die Kursentwicklung nach der FDA-Entscheidung unterstreicht diese Einschätzung: Anleger scheinen bereit, für ein diversifizierteres Wachstumsprofil einen Aufschlag zu zahlen.

Technisch betrachtet hat die Aktie in den USA zuletzt vom 50‑Tage-Durchschnitt nach oben gedreht und nähert sich einem möglichen Ausbruchsniveau in der Nähe des 52‑Wochen-Hochs von 1.133,95 US‑Dollar. Der RSI um 71 signalisiert einen bereits überkauften Zustand, was kurzfristige Verschnaufpausen nicht überraschend machen würde.

Blick nach vorn: Quartalszahlen im Fokus

Der nächste zentrale Termin ist die Veröffentlichung der Q4‑2025-Zahlen am 4. Februar 2026. Die Analystenschätzungen für den Gewinn je Aktie (EPS) liegen zwischen 6,68 und 7,47 US‑Dollar, die Umsatzerwartung konzentriert sich um 17,36 Milliarden US‑Dollar. Das Zahlenwerk wird zeigen müssen, ob das hohe Bewertungsniveau durch anhaltend dynamisches Wachstum in der GLP‑1-Sparte untermauert wird – und ob die Onkologie-Story bereits erste konkrete Spuren in den Kennzahlen hinterlässt.

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