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Eli Lilly Aktie: Glückliche Wendung!

Der Pharmakonzern sichert sich durch einen Vertrag mit Medicare Zugang zu 40 Millionen Patienten und meldet ein Umsatzplus von 54 Prozent. Die Abhängigkeit von GLP-1-Medikamenten bleibt ein Risiko.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vertrag mit Medicare für Abnehm-Medikamente abgeschlossen
  • Umsatzwachstum von 54 Prozent im dritten Quartal
  • GLP-1-Präparate erzielen über 10 Milliarden Dollar
  • Wettlauf um orale Abnehmpillen mit Novo Nordisk

Eli Lilly hat einen wegweisenden Vertrag mit der US-Regierung abgeschlossen: Medicare übernimmt künftig die Kosten für die Abnehm-Medikamente des Konzerns – und öffnet damit den Zugang zu rund 40 Millionen Amerikanern. Der Pharma-Riese baut seine Produktionskapazitäten massiv aus, während die Konkurrenz im Milliardenmarkt für Abnehmspritzen schärfer wird.

Starke Quartalszahlen befeuern Rally

Die jüngsten Geschäftszahlen unterstreichen die Dynamik: Im dritten Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 54 Prozent auf 17,6 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich für den Schub sind vor allem die GLP-1-Präparate Mounjaro und Zepbound, die zusammen erstmals die Marke von 10 Milliarden Dollar durchbrachen – mehr als die Hälfte der gesamten Konzernerlöse.

Die operative Marge weitete sich auf beachtliche 48,3 Prozent aus. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 7,02 Dollar die Erwartungen von 6,42 Dollar deutlich. Zudem erhöhte das Unternehmen die Quartalsdividende auf 1,73 Dollar.

Der Kampf um die Abnehmpille

Novo Nordisk hat im Dezember die FDA-Zulassung für eine orale Version seines Blockbusters Wegovy erhalten – ein wichtiger Meilenstein im Wettbewerb. Eli Lilly kontert mit seinem eigenen Kandidaten Orforglipron, einer Tablette zur Gewichtserhaltung. Die Zulassungsunterlagen sind eingereicht, eine Entscheidung der Behörden wird für das erste Quartal 2026 erwartet.

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Die Umstellung von Spritzen auf Tabletten dürfte die Hemmschwelle für Patienten senken und den Gesamtmarkt nochmals vergrößern. Eli Lilly investiert Milliarden in neue Produktionsstätten weltweit, um die erwartete Nachfrage bedienen zu können.

Konzentration als Risikofaktor

Die starke Abhängigkeit von den GLP-1-Medikamenten birgt Risiken: Sie machen mittlerweile die Hälfte der Konzernerlöse aus. Hinzu kommen laufende Rechtsstreitigkeiten, darunter eine RICO-Klage im Zusammenhang mit dem Diabetes-Medikament Actos.

42 Analysten bewerten die Aktie im Schnitt mit „Strong Buy“, das mittlere Kursziel liegt bei 1.145 Dollar. Citigroup zeigt sich am optimistischsten und sieht Potenzial bis 1.500 Dollar. Die starke Marktstellung, die hohe Profitabilität und die aussichtsreiche Pipeline sprechen für eine anhaltende Dominanz im Markt für Stoffwechsel-Medikamente.

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Diskussion zu Eli Lilly

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.