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Eli Lilly Aktie: Gekippte Erwartungen?

Die US-Arzneimittelbehörde verschiebt die Entscheidung zum Abnehmmittel Orforglipron, während eine Klage die GLP-1-Sparte angreift. Die Aktie verzeichnet deutliche Verluste.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • FDA verschiebt Zulassung für orales Abnehmmittel
  • Kartellklage wirft Marktmachtmissbrauch vor
  • Aktienkurs fällt deutlich nach unten
  • Langfristige Strategieinitiativen entfalten keine Wirkung

Eli Lilly steht unter Druck. Das Pharmaunternehmen muss gleich auf zwei Fronten Rückschläge hinnehmen: Die US-Arzneimittelbehörde FDA verschiebt die Zulassungsentscheidung für ein wichtiges Abnehmmittel, während zeitgleich eine Kartellklage die lukrative GLP-1-Sparte belastet. Am Donnerstag rutschte die Aktie um 3,76 Prozent auf 1.032,97 US-Dollar ab – einer der größten Verluste im S&P 500.

Zulassung verzögert sich

Die FDA hat ihre Prüfung von Orforglipron verlängert. Das orale Medikament zur Gewichtsreduktion sollte ursprünglich Ende März eine Zulassungsentscheidung erhalten. Nun wurde der Termin auf den 10. April 2026 verschoben. Interne FDA-Dokumente belegen die Verlängerung der Reviewphase.

Für Eli Lilly bedeutet das: Der Markteintritt eines hochprofitablen Produkts verzögert sich. Orforglipron gehört zu den meisterwarteten Kandidaten im Abnehm-Portfolio des Konzerns. Anders als die bisher zugelassenen Spritzen wie Mounjaro oder Zepbound könnte das Medikament in Tablettenform eingenommen werden – ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Kartellklage belastet zusätzlich

Parallel zur FDA-Verschiebung trifft eine Klage den Konzern. Die Compounding-Apotheke Strive Specialties wirft Eli Lilly und Konkurrent Novo Nordisk vor, den Zugang zu günstigeren Nachahmer-Versionen ihrer Abnehmmittel systematisch zu blockieren.

Die am Mittwoch vor einem Bundesgericht in San Antonio eingereichte Klage bezichtigt beide Pharmakonzerne, ihre Marktmacht zu missbrauchen. Konkret sollen exklusive Deals mit Telemedizin-Plattformen geschlossen worden sein, um die Verschreibung von Compound-Medikamenten zu unterbinden. Eli Lilly weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als „faktisch und rechtlich falsch“.

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Strategische Initiativen verpuffen

Dabei hatte Eli Lilly auf der J.P. Morgan Healthcare Conference mehrere positive Nachrichten verkündet. Die Übernahme von Ventyx Biosciences für rund 1,2 Milliarden US-Dollar soll das Portfolio über reine Gewichtsreduktion hinaus in Richtung chronischer Entzündungen bei Stoffwechselerkrankungen erweitern. Zudem kündigte der Konzern am 12. Januar eine fünfjährige KI-Partnerschaft mit NVIDIA im Volumen von einer Milliarde US-Dollar an.

Diese langfristigen Strategiemeldungen konnten die aktuellen Belastungen jedoch nicht ausgleichen. Die Aktie notiert mittlerweile rund zehn Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von Anfang Januar.

Entscheidungen stehen an

Anleger richten den Blick nun auf zwei Termine: Die FDA-Entscheidung am 10. April und den Verlauf der Kartellklage. CEO Dave Ricks zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass die Behörde Orforglipron „zügig“ prüfen werde. Am 5. Februar folgen voraussichtlich die Quartalszahlen, die Aufschluss über die finanzielle Entwicklung geben dürften. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch – die Konsensmeinung liegt weiterhin bei „Kaufen“ oder „Stark Kaufen“, gestützt auf das dominierende GLP-1-Geschäft.

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