Eli Lilly hat gleich auf zwei Fronten Fakten geschaffen. Neue Phase-3b-Daten zeigen überraschend deutliche Ergebnisse in der Kombinationstherapie bei Psoriasis-Arthritis — und ein milliardenschwerer KI-Deal soll die Forschungspipeline grundlegend beschleunigen.
Kombinationstherapie überzeugt mit klaren Zahlen
Im Mittelpunkt der klinischen Neuigkeiten steht die TOGETHER-PsA-Studie, deren Ergebnisse auf dem AAD Annual Meeting 2026 präsentiert wurden. Das Studiendesign kombinierte Taltz (Ixekizumab) mit Zepbound (Tirzepatide) bei Erwachsenen mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die zugleich übergewichtig oder adipös sind.
Das Ergebnis fällt eindrücklich aus: Nach 36 Wochen erreichten 31,7 % der Patienten in der Kombinationsgruppe sowohl eine mindestens 50-prozentige Verbesserung der Gelenksymptome als auch eine Gewichtsreduktion von mindestens 10 %. In der Taltz-Monotherapie-Gruppe schafften das lediglich 0,8 %. Zudem verloren Patienten in der Kombinationsgruppe im Schnitt rund 18 % ihres Körpergewichts, und erste Verbesserungen der Gelenksymptome zeigten sich bereits in Woche 4.
Eli Lilly will die Ergebnisse nun mit Regulierungsbehörden besprechen, um die Behandlungsoptionen für Patienten mit Psoriasis-Arthritis und metabolischen Begleiterkrankungen zu erweitern.
KI-Deal mit Insilico Medicine
Am 29. März unterzeichnete Eli Lilly einen globalen Lizenz- und Forschungsvertrag mit dem KI-Pharmaunternehmen Insilico Medicine. Das Abkommen hat ein Gesamtvolumen von bis zu 2,75 Milliarden US-Dollar — davon fließen 115 Millionen Dollar als Vorauszahlung, der Rest ist an regulatorische und kommerzielle Meilensteine geknüpft.
Eli Lilly erhält exklusive weltweite Rechte an ausgewählten präklinischen oralen Wirkstoffkandidaten, darunter offenbar ein GLP-1-Rezeptoragonist zur Diabetesbehandlung. Insilico Medicine hat bislang 28 Medikamente mithilfe von KI entwickelt, knapp die Hälfte davon befindet sich bereits in klinischen Phasen.
Der Deal passt in eine breitere Strategie: Eli Lilly investiert gezielt in Technologie, um die eigene Pipeline über den Adipositas-Markt hinaus zu diversifizieren — zuletzt unter anderem mit einem Milliarden-Forschungszentrum und einem Nvidia-betriebenen Supercomputer.
Starkes Quartalsergebnis als Rückenwind
Das vierte Quartal 2025 untermauerte die operative Stärke: Der Umsatz stieg um 42,6 % auf 19,29 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie lag mit 7,54 Dollar knapp über den Analystenerwartungen von 7,48 Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Gewinn je Aktie zwischen 33,50 und 35,00 Dollar.
Der Analystenkonsens lautet aktuell „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 1.221 Dollar — das deutlich über dem aktuellen Kurs von rund 762 Euro liegt, der sich damit noch etwa 20 % unterhalb des Allzeithochs vom November 2025 bewegt.
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