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Symbolbild, KI-generiert

Eli Lilly Aktie: Foundayo hält 78–82 Prozent des Gewichtsverlusts

Eli Lillys orale Pille Foundayo zeigt in Studien Erfolg gegen den Jo-Jo-Effekt. Analysten bleiben optimistisch trotz Preisrückgängen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Foundayo verhindert Gewichtszunahme nach Absetzen
  • Zepbound-Dosisreduktion ebenfalls wirksam
  • Preise für Kernprodukte sinken um 13 Prozent
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 1.400 Dollar

Starke Nachfrage, schwächere Preise – bei Eli Lilly klaffen klinischer Erfolg und Marktrealität auseinander. Neue Phase-3-Daten zeigen, wie Patienten nach dem Absetzen hochdosierter Spritzen ihr Gewicht halten können.

Orale Pille Foundayo überzeugt in Studien

Die Ergebnisse der SURMOUNT-MAINTAIN- und ATTAIN-MAINTAIN-Studien, zeitgleich in The Lancet und Nature Medicine veröffentlicht, adressieren ein zentrales Problem der Adipositas-Therapie: den Jo-Jo-Effekt. Patienten, die zuvor mit Wegovy oder hoch dosiertem Zepbound Gewicht verloren hatten, wechselten auf Eli Lillys tägliche Pille Foundayo (orforglipron). Sie nahmen im Schnitt nur 0,9 kg im Jahr wieder zu – zwischen 78 und 82,4 Prozent des erreichten Verlusts blieben erhalten.

Auch eine Dosisreduktion des injizierbaren Zepbound auf 5 mg erwies sich als wirksam. Die Teilnehmer gewannen rund 5,6 kg. Wer die Höchstdosis behielt, hielt nahezu das gesamte Gewicht. Beide Strategien lagen deutlich vor der Placebogruppe mit massivem Wiederanstieg.

Parallel dazu vermeldet Eli Lilly den 150. Firmengeburtstag. CEO David Ricks sprach von der „dritten Ära“ des Konzerns, geprägt durch Führung in Endokrinologie und Immunologie. Neun Moleküle befänden sich in Phase 3, darunter das Triple-Hormon-Präparat Retatrutide mit bis zu 28,7 Prozent Gewichtsverlust in Spätphasenstudien.

Strategischer Wandel und Marktausblick

Die Studienergebnisse stärken die Position des Unternehmens in einem Markt, der bis 2030 auf 100 Milliarden Dollar geschätzt wird. Foundayo kommt ohne die Essens- und Trinkbeschränkungen anderer oraler GLP-1-Präparate aus – ein Vorteil für die Langzeittherapie. Kenneth Custer, Präsident von Lilly Cardiometabolic Health, betonte, Adipositas sei eine chronische Erkrankung, die lebenslange Lösungen brauche.

Indes trüben sich die realisierten Preise für die Kernprodukte ein: ein Rückgang um 13 Prozent, ausgelöst durch Wettbewerb und Zugeständnisse. Die Aktie notiert aktuell bei 864,30 Euro, 0,45 Prozent schwächer als am Vortag. Seit Jahresbeginn verliert das Papier 6,25 Prozent, während es auf Jahressicht noch 34,88 Prozent im Plus liegt. Der RSI von 41,2 deutet auf eine neutrale Verfassung hin.

Barclays bleibt bei „Overweight“ mit einem Kursziel von 1.400 Dollar, Goldman Sachs hob das Ziel auf 1.283 Dollar an. Die Analysten setzen auf den schnellen Markterfolg von Foundayo und die Alzheimer-Kandidatin Lormalzi (Donanemab), deren internationale Einführung diese Woche begann. Detaillierte Quartalszahlen für das zweite Quartal werden für den Sommer erwartet. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 55,5 Prozent auf 19,80 Milliarden Dollar – auch getrieben durch Mounjaro, das Keytruda als weltweit umsatzstärkstes Medikament ablöste.

Weitere Impulse könnten von den neuen Genmedizin-Fabriken in Indiana sowie von Studiendaten zu GLP-1-Therapien bei Schlafapnoe und Arthrose kommen. Der Ausbau der Produktionskapazität auf 22 Millionen Quadratfuß unterstreicht das langfristige Engagement des Konzerns.

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