Eli Lilly startet das Jahr 2026 mit einem klaren Signal: Der Pharmakonzern will sein Geschäft breiter aufstellen. Am 7. Januar verkündete das Unternehmen die Übernahme von Ventyx Biosciences für 1,2 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu präsentierte Lilly vielversprechende Studiendaten und neue KI-Kooperationen. Ein strategisches Paket, das zeigt, wohin die Reise gehen soll.
Ventyx-Übernahme: Fokus auf Entzündungserkrankungen
Für 14 US-Dollar je Aktie übernimmt Lilly den klinischen Spezialisten Ventyx Biosciences aus San Diego. Das entspricht einer Prämie von rund 62 Prozent zum 30-Tage-Durchschnittskurs, liegt aber nur etwa 2 Prozent über dem Schlusskurs am Ankündigungstag – ein Hinweis darauf, dass die Märkte bereits im Vorfeld spekuliert hatten.
Ventyx entwickelt orale Therapien gegen entzündliche Erkrankungen, darunter NLRP3-Inhibitoren. Diese zielen auf kardiometabolische Störungen, neurodegenerative Erkrankungen sowie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ab. Carter Gould von Cantor Fitzgerald kommentierte, das Programm passe gut in Lillys kardiometabolisches Portfolio – bei überschaubarem finanziellem Risiko. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
Zepbound-Kombination zeigt Wirkung
Nur einen Tag später folgte die nächste positive Nachricht: Lilly veröffentlichte Daten aus einer späten Studienphase, die Zepbound in Kombination mit Taltz bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis untersuchte. Das Ergebnis: verbesserte Symptomlinderung bei den Gelenkbeschwerden plus zusätzlicher Gewichtsverlust im Vergleich zu Taltz allein.
Die Studie untermauert Lillys Strategie, seine GLP-1-basierten Medikamente über Diabetes und Adipositas hinaus in weiteren Indikationen zu etablieren. Allein Mounjaro und Zepbound generierten in den ersten neun Monaten 2025 einen Umsatz von 24,8 Milliarden US-Dollar.
KI-Partnerschaften und neue Vertriebswege
Parallel baut Lilly seine Position im Bereich der KI-gestützten Arzneimittelforschung aus. Am 8. Januar gab Chai Discovery eine Partnerschaft zur beschleunigten Entwicklung biologischer Wirkstoffe bekannt. Einen Tag später folgte Schrödinger mit der Ankündigung, Lillys TuneLab-Plattform in die eigene Software-Suite zu integrieren.
Zudem erweitert Lilly den Zugang für Verbraucher: Walmarts neue digitale Gesundheitsplattform integriert LillyDirect, das Direct-to-Consumer-Angebot des Konzerns. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt – Ende Februar 2026 wird mit der FDA-Zulassung von Orforglipron gerechnet, Lillys oralem GLP-1-Kandidaten.
Analystenstimmen und Ausblick
27 Analystenhäuser decken die Aktie ab, davon vergeben 18 ein „Buy“-Rating und fünf sogar ein „Strong Buy“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.169 US-Dollar. UBS startete kürzlich mit einem Kursziel von 1.250 US-Dollar, während Leerink Partners am 5. Januar 1.234 US-Dollar ansetzte.
Im dritten Quartal 2025 übertraf Lilly die Erwartungen mit einem Gewinn je Aktie von 7,02 US-Dollar (Konsens: 6,42 US-Dollar) und einem Umsatzwachstum von 53,9 Prozent auf 17,6 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 23,00 und 23,70 US-Dollar. Die nächsten Monate bringen weitere Katalysatoren: Die FDA-Entscheidung zu Orforglipron Ende Februar, zusätzliche Studiendaten zu Retatrutid sowie der Abschluss der Ventyx-Übernahme im ersten Halbjahr.
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