Eli Lilly drückt aufs Tempo. Binnen 24 Stunden verkündete der Pharmakonzern gleich zwei milliardenschwere Transaktionen, die den strategischen Fokus des Unternehmens neu ausrichten. Am gestrigen Montag bestätigte Lilly die Übernahme von Orna Therapeutics sowie eine deutlich erweiterte Partnerschaft mit Innovent Biologics. Ziel: eine führende Position in den lukrativen Märkten für Immunologie und Onkologie.
Die Doppel-Ankündigung markiert einen klaren Kurswechsel hin zu Biotechnologien der nächsten Generation. Für Orna Therapeutics legt Lilly bis zu 2,4 Milliarden Dollar auf den Tisch. Der Clou: Orna verfügt über eine proprietäre In-vivo-CAR-T-Technologie. Das Leitprogramm ORN-252 richtet sich gegen CD19 bei B-Zell-Autoimmunerkrankungen und steht bereits kurz vor der klinischen Erprobung.
Innovent-Deal bringt weitere 8,5 Milliarden ins Spiel
Parallel dazu vertiefte Lilly seine langjährige Beziehung zu Innovent Biologics. Die strategische Kollaboration konzentriert sich auf Onkologie und Immunologie. Innovent erhält eine Vorauszahlung von 350 Millionen Dollar. Hinzu kommen mögliche Meilensteinzahlungen von insgesamt rund 8,5 Milliarden Dollar für Entwicklungs-, Zulassungs- und kommerzielle Erfolge.
Die Aufgabenverteilung ist klar geregelt: Innovent führt die Entwicklung in China bis zum klinischen Proof-of-Concept. Lilly sichert sich die globalen Rechte außerhalb Großchinas.
Starke Zahlen als Fundament
Die Expansionsstrategie fußt auf soliden Finanzen. In der Vorwoche hatte Lilly für das vierte Quartal 2025 Erlöse von 19,29 Milliarden Dollar gemeldet – ein Plus von 42,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern Umsätze zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar an.
Wichtige Eckdaten:
- Orna-Übernahme: Bis zu 2,4 Mrd. Dollar; Fokus auf In-vivo-CAR-T (ORN-252)
- Innovent-Kooperation: 350 Mio. Dollar Vorauszahlung; bis zu ~8,5 Mrd. Dollar Meilensteine
- Umsatzprognose 2026: 80 bis 83 Milliarden Dollar
- Analysten-Reaktion: Deutsche Bank erhöhte Kursziel gestern auf 1.285 Dollar
Analysten reagieren prompt
Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel gestern von 1.200 auf 1.285 Dollar an und bekräftigte die Kaufempfehlung. Bereits am 5. Februar hatte JPMorgan das Ziel auf 1.300 Dollar hochgesetzt und verwies dabei auf Lillys dominante Stellung im Stoffwechselmarkt – trotz aufkommender Billigkonkurrenz.
Während die neuen Deals auf Immunologie und Onkologie abzielen, bleibt das Stoffwechsel-Franchise der eigentliche Wachstumsmotor. Allein mit dem Adipositas-Medikament Zepbound erzielte Lilly im vierten Quartal 2025 Erlöse von 4,26 Milliarden Dollar und überflügelte damit Novo Nordisks Wegovy. CEO David Ricks betonte kürzlich, dass die ab 2026 greifende Medicare-Abdeckung für Adipositas-Medikamente das Volumenwachstum zusätzlich befeuern dürfte.
Mit den beiden Transaktionen diversifiziert Lilly seine Pipeline gezielt über das bestehende Kerngeschäft hinaus. Die Kombination aus starker finanzieller Basis und strategischer Neuausrichtung könnte dem Konzern weiteren Spielraum für Wachstum verschaffen.
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