Eli Lilly schaltet im Wettbewerb um den lukrativen Markt für Abnehmpräparate in den nächsten Gang. Der Pharmakonzern baut Indien zum zentralen Export-Hub aus und füllt gleichzeitig die Lager für eine neue Pille in Milliardenhöhe. Während der Konkurrent Novo Nordisk bereits an der Preisschraube dreht, setzt Eli Lilly auf massive Verfügbarkeit, um künftige Lieferengpässe zu vermeiden.
Indien als globale Drehscheibe
Der US-Konzern plant, Indien künftig nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als strategische Fertigungsbasis für den weltweiten Export zu nutzen. Ein leitender Angestellter bestätigte am Dienstag, dass lokal produzierte Medikamente internationale Märkte versorgen sollen. Dieser Schritt ist Teil einer bereits zugesagten Investition von einer Milliarde US-Dollar, mit der die Kapazitäten für die Auftragsfertigung in der Region massiv erweitert werden.
Treibende Kraft hinter dieser Entscheidung ist der Erfolg der Abnehmspritze Mounjaro. Die Umsätze des Medikaments haben sich in Indien kurz nach der Markteinführung verdoppelt. Durch die Stärkung der lokalen Produktion will Eli Lilly die Lieferketten gegen jene Engpässe absichern, die in der Vergangenheit die Verfügbarkeit der beliebten GLP-1-Medikamente eingeschränkt haben.
Das 1,5-Milliarden-Dollar-Lager
Parallel zur Expansion in Asien bereitet sich das Unternehmen finanziell auf den nächsten großen Produktstart vor. Für die experimentelle orale Abnehm-Pille Orforglipron wurden Lagerbestände im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar aufgebaut – eine deutliche Steigerung gegenüber den 550 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Da die Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde FDA für April 2026 erwartet wird, setzt Eli Lilly alles auf eine Karte, um eine sofortige Verfügbarkeit zum Start zu garantieren. Das Management will unbedingt vermeiden, dass sich die Lieferprobleme wiederholen, die die Markteinführungen von Zepbound und Mounjaro bremsten. Analysten sehen in der neuen Pille einen entscheidenden Wachstumstreiber und prognostizieren bis 2031 einen Jahresumsatz von bis zu 13 Milliarden US-Dollar.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Lagerbestand: 1,5 Milliarden US-Dollar für Orforglipron aufgebaut.
- Strategie: Indien wird zum globalen Export-Hub entwickelt.
- Termin: FDA-Entscheidung für Orforglipron im April 2026 erwartet.
- Finanzen: Umsatz im vierten Quartal um über 42 Prozent gestiegen.
Preiskampf und Marktreaktion
Der aggressive Ausbau in Indien bringt Eli Lilly auf direkten Konfrontationskurs mit Novo Nordisk. Der dänische Wettbewerber reagierte bereits und senkte den Preis für sein Medikament Wegovy in Indien um bis zu 37 Prozent, um seine Marktposition zu verteidigen.
An der Börse legte die Eli-Lilly-Aktie Mitte Februar eine Konsolidierungspause ein und notiert im Bereich von 1.040 US-Dollar. Trotz starker Quartalszahlen nutzen einige Anleger die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen. Marktbeobachter führen dies auf die zunehmende Nervosität angesichts des entbrannten Preiskrieges im globalen Adipositas-Markt zurück.
Der Blick der Investoren richtet sich nun fest auf den April 2026. Sollte die FDA grünes Licht für Orforglipron geben, könnte die prall gefüllte Pipeline sofortige Umsätze generieren und Eli Lilly einen entscheidenden Vorteil im Wettlauf um Marktanteile verschaffen.
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