Der Kampf um die Krone im Markt für Abnehmpräparate scheint zunehmend einseitig zu verlaufen. Während der dänische Rivale Novo Nordisk Marktanteile einbüßt, baut Eli Lilly seine Vorherrschaft massiv aus. Die neuesten Daten belegen: Der Pharmariese aus Indianapolis dominiert den Sektor inzwischen fast nach Belieben und verweist die Konkurrenz dank wirksamerer Produkte auf die Plätze.
Marktmacht durch bessere Ergebnisse
Eli Lilly hat seine Position als unangefochtener Marktführer gefestigt. Aktuelle Daten zeigen, dass der Konzern mittlerweile 60,5 Prozent des US-Marktes für Inkretin-Analoga kontrolliert, während der Anteil von Novo Nordisk auf 39,1 Prozent gesunken ist.
Dieser Trend ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klinischer Überlegenheit. In direkten Vergleichsstudien verloren Patienten mit Lillys Medikament Zepbound durchschnittlich 50 Pfund über einen Zeitraum von 72 Wochen. Zum Vergleich: Beim Konkurrenzprodukt Wegovy von Novo Nordisk lag der Gewichtsverlust lediglich bei 33 Pfund. Um diese Nachfrage zu bedienen, investierte Lilly seit 2020 über 50 Milliarden Dollar in den Ausbau der Produktionskapazitäten.
Milliardenumsätze und starke Prognose
Die Dominanz spiegelt sich in den Zahlen zum vierten Quartal 2025 wider. Allein die Tirzepatid-Sparte, zu der die Medikamente Mounjaro (Diabetes) und Zepbound (Adipositas) gehören, generierte einen Quartalsumsatz von über 11 Milliarden Dollar. Mounjaro steuerte 7,4 Milliarden bei, Zepbound weitere 4,3 Milliarden.
Für das Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Management extrem zuversichtlich. Die Umsatzprognose liegt zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar, was in der Mitte der Spanne einem Wachstum von rund 25 Prozent entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 33,50 und 35,00 Dollar liegen.
Nächster Blockbuster im April?
Ein entscheidender Katalysator steht kurz bevor. Die US-Arzneimittelbehörde FDA prüft derzeit Lillys oralen Wirkstoff Orforglipron, wobei eine Entscheidung bis zum 10. April 2026 erwartet wird.
Das Medikament könnte den Markt erneut aufmischen: Im Gegensatz zur oralen Version von Wegovy, die eine Einnahme auf nüchternen Magen erfordert, gibt es bei Orforglipron keine solchen diätetischen Einschränkungen. Dies würde die Anwendung für Patienten deutlich vereinfachen und könnte laut Marktbeobachtern zusätzliche Einnahmequellen in Milliardenhöhe erschließen.
Bewertung und Preisdruck
Trotz der Erfolgssträhne gibt es Herausforderungen bei der Preisgestaltung. Für 2026 rechnet Lilly mit Preisrückgängen im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich, bedingt durch staatliche Vereinbarungen und Rabatte. Das Unternehmen plant jedoch, diesen Effekt durch ein massives Volumenwachstum von rund 42 Prozent mehr als auszugleichen.
Für Anleger hat sich die Bewertungssituation indes etwas entspannt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der letzten zwölf Monate liegt aktuell bei etwa 45 – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Wert von über 75 vor einem Jahr. Mit Blick auf den bevorstehenden FDA-Entscheid im April und die gefüllten Auftragsbücher bleibt die fundamentale Entwicklung der Aktie eng an die erfolgreiche Exekution der Produktions- und Zulassungsstrategie gekoppelt.
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