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Eli Lilly Aktie: Aufbruch ins Ungewisse?

Schwache Verschreibungszahlen für die neue Abnehmpille Foundayo belasten die Eli Lilly Aktie deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Foundayo mit nur 3.700 Rezepten
  • Kurs fällt unter 200-Tage-Linie
  • Kerngeschäft mit Mounjaro läuft stabil
  • Quartalszahlen am 30. April erwartet

Starke Marktstellung, schwache Kurse. Bei Eli Lilly klaffen operatives Basisgeschäft und aktuelle Börsenstimmung auseinander. Die Aktie des Pharmakonzerns verzeichnete in sechs der letzten acht Wochen Verluste. Auslöser für den jüngsten Rücksetzer sind enttäuschende Verschreibungszahlen für ein neues Medikament.

Fehlstart für die neue Abnehmpille

Im Fokus steht Foundayo. Die neu zugelassene Abnehmpille in Tablettenform verbuchte in ihrer zweiten Marktwoche lediglich rund 3.700 Verschreibungen. Zum Vergleich: Das Konkurrenzprodukt Wegovy kam im gleichen Zeitraum nach seinem Start auf über 18.000 Rezepte. Investoren reagierten am Freitag nervös.

Der Kurs gab zum Wochenschluss um fast fünf Prozent auf 750 Euro nach. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf knapp 19 Prozent. Die Aktie rutschte im Zuge des Abverkaufs sogar unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie bei 782 Euro. Kurz gesagt: ein technischer Rückschlag.

Basisgeschäft und Analysten bleiben stark

Abseits des Foundayo-Starts läuft das Kerngeschäft robust. Die etablierten Blockbuster Mounjaro und Zepbound verzeichneten zuletzt zusammen über 1,3 Millionen wöchentliche Verschreibungen. Eli Lilly hält damit einen stabilen Marktanteil von 59 Prozent bei den neu ausgestellten GLP-1-Rezepten.

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Wall-Street-Analysten lassen sich von der aktuellen Schwäche nicht beirren. Morgan Stanley hob das Kursziel kürzlich auf 1.327 US-Dollar an. Die Experten verweisen auf starke Branchentrends. Auch Guggenheim bekräftigte seine Kaufempfehlung und sieht den fairen Wert bei 1.183 US-Dollar.

Quartalszahlen als nächster Katalysator

Am 30. April präsentiert der Konzern seine Quartalszahlen. Der Markt erwartet einen Umsatzsprung von 38 Prozent auf rund 17,6 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll sich im Jahresvergleich mehr als verdoppeln.

Parallel dazu meldet das Unternehmen Fortschritte in der Forschung. Eine Nierenstudie zum experimentellen Wirkstoff LY3537982 hat die Datenerfassung abgeschlossen. Das reduziert die Risiken in der frühen Pipeline. Ob die Aktie ihren Abwärtstrend bricht, entscheidet sich am kommenden Dienstag. Das Management muss dann den schwachen Foundayo-Start erklären und die Jahresprognose von mindestens 80 Milliarden US-Dollar Umsatz untermauern.

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Diskussion zu Eli Lilly

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.