Starke Marktstellung, schwache Kurse. Bei Eli Lilly klaffen operatives Basisgeschäft und aktuelle Börsenstimmung auseinander. Die Aktie des Pharmakonzerns verzeichnete in sechs der letzten acht Wochen Verluste. Auslöser für den jüngsten Rücksetzer sind enttäuschende Verschreibungszahlen für ein neues Medikament.
Fehlstart für die neue Abnehmpille
Im Fokus steht Foundayo. Die neu zugelassene Abnehmpille in Tablettenform verbuchte in ihrer zweiten Marktwoche lediglich rund 3.700 Verschreibungen. Zum Vergleich: Das Konkurrenzprodukt Wegovy kam im gleichen Zeitraum nach seinem Start auf über 18.000 Rezepte. Investoren reagierten am Freitag nervös.
Der Kurs gab zum Wochenschluss um fast fünf Prozent auf 750 Euro nach. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf knapp 19 Prozent. Die Aktie rutschte im Zuge des Abverkaufs sogar unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie bei 782 Euro. Kurz gesagt: ein technischer Rückschlag.
Basisgeschäft und Analysten bleiben stark
Abseits des Foundayo-Starts läuft das Kerngeschäft robust. Die etablierten Blockbuster Mounjaro und Zepbound verzeichneten zuletzt zusammen über 1,3 Millionen wöchentliche Verschreibungen. Eli Lilly hält damit einen stabilen Marktanteil von 59 Prozent bei den neu ausgestellten GLP-1-Rezepten.
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Wall-Street-Analysten lassen sich von der aktuellen Schwäche nicht beirren. Morgan Stanley hob das Kursziel kürzlich auf 1.327 US-Dollar an. Die Experten verweisen auf starke Branchentrends. Auch Guggenheim bekräftigte seine Kaufempfehlung und sieht den fairen Wert bei 1.183 US-Dollar.
Quartalszahlen als nächster Katalysator
Am 30. April präsentiert der Konzern seine Quartalszahlen. Der Markt erwartet einen Umsatzsprung von 38 Prozent auf rund 17,6 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll sich im Jahresvergleich mehr als verdoppeln.
Parallel dazu meldet das Unternehmen Fortschritte in der Forschung. Eine Nierenstudie zum experimentellen Wirkstoff LY3537982 hat die Datenerfassung abgeschlossen. Das reduziert die Risiken in der frühen Pipeline. Ob die Aktie ihren Abwärtstrend bricht, entscheidet sich am kommenden Dienstag. Das Management muss dann den schwachen Foundayo-Start erklären und die Jahresprognose von mindestens 80 Milliarden US-Dollar Umsatz untermauern.
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