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Symbolbild, KI-generiert

Eli Lilly Aktie: 3,8-Mrd.-Übernahme von AtaiBeckley

Eli Lilly übernimmt AtaiBeckley für 3,8 Milliarden Dollar und sichert sich Zugang zu einem innovativen Wirkstoff gegen therapieresistente Depressionen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahme für bis zu 3,8 Milliarden Dollar
  • Fokus auf neuartiges Nasenspray gegen Depressionen
  • Starke Quartalszahlen mit 55,5 Prozent Umsatzplus
  • Aktie trotz leichter Verluste auf hohem Niveau

Durch die Übernahme von AtaiBeckley für einen Gesamtbetrag von bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar sichert sich das Unternehmen einen strategischen Zugang zum wachsenden Markt für psychedelische Therapeutika. Die Transaktion umfasst eine Sofortzahlung von 2,8 Milliarden US-Dollar sowie potenzielle Meilensteinzahlungen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar.

Übernahme von AtaiBeckley markiert strategischen Vorstoß

Im Zentrum der Akquisition steht der Wirkstoffkandidat BPL-003, ein synthetisches 5-MeO-DMT-Nasenspray, das zur Behandlung therapieresistenter Depressionen (TRD) entwickelt wird. Klinische Daten der Phase 2a zeigten laut Medienberichten eine beeindruckende Wirkung: 66,7 Prozent der Patienten sprachen bereits am zweiten Tag auf die Behandlung an. Der Wirkstoff verfügt über den Status einer „Breakthrough Therapy“ der US-Gesundheitsbehörde FDA, und der Start der entscheidenden Phase-3-Studien steht unmittelbar bevor.

Analysten von Jefferies schätzen das jährliche Umsatzpotenzial für BPL-003 bei einer Zulassung auf eine bis zwei Milliarden US-Dollar. Die Therapie ist auf eine kurze Behandlungsdauer von etwa zwei Stunden ausgelegt und könnte in die bestehende Infrastruktur für Depressionsbehandlungen integriert werden, in der bereits Konkurrenzprodukte wie Spravato von Johnson & Johnson eingesetzt werden. Für Eli Lilly ist dies bereits die zwölfte Akquisition im Jahr 2026, nachdem das Unternehmen zuvor bereits Centessa für 7,8 Milliarden US-Dollar und Kelonia Therapeutics für 7 Milliarden US-Dollar übernommen hatte.

Starke Quartalszahlen und optimistische Analystenprognosen

Die Expansion wird durch eine robuste operative Geschäftsentwicklung getragen. Im ersten Quartal 2026 meldete Eli Lilly einen Umsatzsprung von 55,5 Prozent auf 19,80 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzungen deutlich. Der Gewinn pro Aktie (EPS) lag mit 8,55 US-Dollar weit über den erwarteten 6,97 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management ein EPS zwischen 35,50 und 37,00 US-Dollar in Aussicht. Besonders die Medikamente Mounjaro und Zepbound trieben das Wachstum mit einem kombinierten Umsatz von 12,8 Milliarden US-Dollar voran.

In Reaktion auf die starke Dynamik hob die Erste Group Bank ihre EPS-Schätzung für das Geschäftsjahr 2027 von zuvor 44,66 US-Dollar auf nun 45,14 US-Dollar an. Damit liegt die Prognose signifikant über dem Marktkonsens von 34,55 US-Dollar. Auch andere Analysehäuser zeigten sich zuletzt optimistisch: Citigroup hob das Kursziel auf 1.600 US-Dollar an, während UBS und JPMorgan Ziele von jeweils 1.425 US-Dollar beziehungsweise 1.400 US-Dollar ausgaben.

Marktposition und institutionelles Interesse

Trotz einer leichten Tagesveränderung von -1,38 % notiert die Aktie mit einem aktuellen Kurs von 1.014,20 € weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von 10,50 %, während die Entwicklung über die vergangenen 12 Monate mit einem Zuwachs von 55,50 % die starke Marktposition unterstreicht. Angesichts der Tatsache, dass die Aktie nun dauerhaft über der Marke von 1.000 US-Dollar notiert, werden am Markt Diskussionen über einen möglichen Aktiensplit lauter, um die Anteile für Privatanleger wieder attraktiver zu gestalten.

Das Vertrauen institutioneller Investoren bleibt derweil hoch. Dimensional Fund Advisors erhöhte seine Position im ersten Quartal 2026 um 3,3 Prozent auf rund 3,9 Millionen Aktien. Insgesamt befinden sich etwa 82,53 Prozent der Anteile in der Hand von Institutionen. Während einige Akteure wie die KBC Group NV ihre Bestände leicht reduzierten, bauten andere Adressen wie Meeder Asset Management oder Scarborough Advisors ihre Beteiligungen weiter aus. Neben den organischen Wachstumstreibern im Bereich Adipositas und Diabetes festigt Eli Lilly mit dem Vorstoß in die psychedelische Medizin nun ein weiteres Standbein in einem Sektor, dem Branchenexperten bis zum Jahr 2034 ein Umsatzvolumen von 12 Milliarden US-Dollar zutrauen.

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