Mit einer deutlichen Effizienzsteigerung bei der Uranaufbereitung rückt das Explorationsunternehmen Elevate Uranium näher an eine mögliche Kommerzialisierung seiner Projekte. Wie heute bekannt wurde, erzielte der Betrieb einer Pilotanlage in Namibia eine Uran-Rückgewinnungsrate von 79 Prozent.
Diese Ergebnisse stammen aus dem Einsatz der unternehmenseigenen Aufbereitungstechnologie U-pgrade™ auf dem Marenica-Projekt, an dem das Unternehmen eine Beteiligung von 90 Prozent hält.
Enorme Massenreduktion bei der Aufbereitung
Die Pilotanlage konnte in den ersten vier Stufen des Prozesses rund 88 Prozent der ursprünglichen Erzmasse aussortieren. Das verbleibende Konzentrat wies dabei eine erhebliche Steigerung des Urangehalts auf: Die Konzentration stieg von ursprünglich 89 Teilen pro Million (ppm) auf 590 ppm an, was einer Versiebenfachung des Gehalts entspricht. Dieser technologische Fortschritt ist für die Wirtschaftlichkeit von zentraler Bedeutung, da das Marenica-Projekt zwar über eine beachtliche Ressource von 52,8 Millionen Pfund U3O8 verfügt, die Durchschnittsgehalte mit etwa 180 ppm jedoch vergleichsweise niedrig ausfallen.
Durch die massive Reduzierung der zu verarbeitenden Masse können die Kosten für die nachgelagerte Laugung und Metallgewinnung gesenkt werden. Die Marktreaktion auf die technischen Fortschritte fiel am heutigen Dienstag sehr positiv aus: Das Papier notiert aktuell bei 0,1876 € und konnte damit eine Tagesveränderung von 15 Prozent verzeichnen.
Strategische Bedeutung im afrikanischen Kontext
Die Fortschritte in Namibia fallen in eine Zeit, in der die Vereinigten Staaten verstärkt nach neuen Uranquellen auf dem afrikanischen Kontinent suchen. Ein US-Förderprogramm in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Versorgungssicherheit für nukleare Brennstoffe zu erhöhen.
Neben Niger und Südafrika steht dabei insbesondere Namibia im Fokus der Bemühungen. Im vergangenen Jahr lieferte das Land bereits etwa 4 Prozent des US-Bedarfs, während China weiterhin signifikante Anteile an großen namibischen Minen wie Husab und Rössing kontrolliert.
Das Marktumfeld für namibische Uranprojekte zeigt sich derzeit dynamisch. Während Elevate Uranium an der fünften Stufe seiner Pilotanlage arbeitet und weitere Ergebnisse für das vierte Quartal 2026 erwartet, bereiten Wettbewerber bereits den Bau neuer Anlagen vor.
So prüft Deep Yellow derzeit Finanzierungsoptionen für das Tumas-Projekt, für das eine endgültige Investitionsentscheidung ebenfalls noch im vierten Quartal dieses Jahres angestrebt wird.
Analysten bewerten Uransektor neu
Die positive Dynamik wird auch von Analystenhäusern registriert. So hat das Analysehaus Morgans jüngst mehrere Akteure im Uransektor neu bewertet. Während Paladin Energy von den Experten von „Kaufen“ auf „Akkumulieren“ herabgestuft wurde, bleibt das Kursziel mit 14,10 Australischen Dollar weiterhin über dem aktuellen Niveau. Diese Einschätzungen spiegeln ein wachsendes Vertrauen in die langfristige Rentabilität angehender Produzenten in der Region wider.
Für Elevate Uranium bedeutet der heutige Kurssprung eine deutliche Verbesserung des technischen Chartbildes. Das Papier liegt mit dem aktuellen Kurs nun 25 Prozent über dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Da die Technologie ihre Wirksamkeit nun unter realistischen Bedingungen unter Beweis gestellt hat, konzentrieren sich Anleger auf den Abschluss der aktuellen Testreihen zum Jahresende.
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