Gestern sorgte ein unerwartet niedriger Vorschlag für Medicare-Advantage-Zahlungen durch die CMS für Kursbewegungen im Versicherungssektor. Elevance Health-Aktien fielen nach Handelsschluss um rund 5,4% auf 356 US-Dollar. Welche konkreten Folgen dürfte das für Elevance haben?
- Gestern: CMS schlug für 2027 eine durchschnittliche Erhöhung von 0,09% vor.
- Erwartung vieler Analysten: Anpassungen von etwa 4–6%.
- Auswirkung Brancheweit: rund 700 Mio. US-Dollar zusätzliches Aufkommen für 2027 (geschätzt).
- Nächste Quartalszahlen: Übermorgen, vor Handelsbeginn; anschließend Conference Call.
CMS-Vorschlag und Marktreaktion
Die CMS-Begründung nennt eine Modernisierung der Risikoanpassungsmodelle und die Einbeziehung zugrundeliegender Kostentrends sowie der Ergebnissen der Star Ratings 2026. Die vorgeschlagene Erhöhung von 0,09% liegt deutlich unter den Markterwartungen, weshalb Versicherer unmittelbar Kursdruck spürten.
Elevance fiel nachbörslich um etwa 5,4%. Auch andere große Anbieter verzeichneten zum Teil zweistellige Rücksetzer in der gleichen Handelsphase. Die Agentur schätzt, dass die Änderung sektorenweit rund 700 Mio. US-Dollar mehr an Medicare-Advantage-Zahlungen für 2027 bedeuten könnte — ein Betrag, der relativ zur Branche zu sehen ist, aber kurzfristig Erwartungen korrigiert hat.
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Strategie und anstehende Zahlen
Elevance hatte Ende 2025 angekündigt, sich aus unprofitablen Medicare-Advantage-Märkten und aus eigenständigen Part-D-Plänen 2026 zurückzuziehen, um die Bilanz zu stabilisieren. Zugleich setzt das Management weiter auf Special Needs Plans (SNPs) als strategischen Wachstumsbereich.
Vor diesem Hintergrund rücken die übermorgen geplanten Zahlen für Q4 und Gesamtjahr 2025 in den Fokus. Das Management will im anschließenden Conference Call die 2026-Prognose erörtern und dürfte auch die möglichen Auswirkungen des CMS-Vorschlags thematisieren. Investoren werden daraus unmittelbar Einschätzungen zur Margenentwicklung und zu den geplanten Marktanpassungen ableiten können.
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