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Electronic Arts Aktie: Rückschritte unübersehbar!

Der Videospiele-Publisher verfehlt mit seiner Umsatzprognose für 2026 die Analystenerwartungen. Gleichzeitig gefährden neue Aktionärsklagen den milliardenschweren Übernahmedeal.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzprognose für 2026 deutlich unter Erwartungen
  • Mehrere Aktionärsklagen gegen Übernahmeinformationen
  • Aktienkurs durch Übernahmepreis von 210 USD gestützt
  • Abschluss des Deals für Geschäftsjahr 2027 geplant

Electronic Arts hat am Montag seine Investoren mit einer zurückhaltenden Prognose für das Geschäftsjahr 2026 enttäuscht. Der Videospiele-Publisher rechnet mit deutlich niedrigeren Umsätzen als von der Wall Street erwartet. Gleichzeitig sorgen neue Klagen für zusätzliche Unsicherheit rund um die geplante milliardenschwere Übernahme des Unternehmens.

Die Zahlen und die Gründe

Das Unternehmen, bekannt für Franchises wie FIFA und Madden, prognostiziert für das kommende Geschäftsjahr Netto-Bookings von etwa 7,85 Milliarden US-Dollar. Das liegt deutlich unter der Analystenerwartung von 8,06 Milliarden Dollar. Auch die erwartete operative Ergebnisgröße (adjusted EBITDA) von 2,76 Milliarden Dollar verfehlt die Markterwartungen. Als Gründe nannte das Management gedämpfte Konsumentenausgaben, hohe Preise für Konsolen-Hardware und einen überfüllten Spielemarkt zum Weihnachtsgeschäft.

Neue Hürden für die Mega-Übernahme

Parallel zur enttäuschenden Prognose meldete Electronic Arts neue rechtliche Herausforderungen. In einer Pflichtmitteilung (Form 8-K) an die US-Börsenaufsicht SEC gab das Unternehmen bekannt, dass mehrere Aktionäre Klagen eingereicht haben. Diese werfen dem Unternehmen vor, im Proxy Statement zur geplanten Übernahme wesentliche Informationen ausgelassen zu haben. Bei dem Deal handelt es sich um ein 55 Milliarden Dollar schweres Leveraged Buyout, angeführt vom saudischen Staatsfonds PIF, Silver Lake und Affinity Partners.

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Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe, hat aber bereits ergänzende Informationen veröffentlicht, um Verzögerungen bei der anstehenden Aktionärsabstimmung zu vermeiden. Die Klagen fügen dem bereits größten Leveraged Buyout der Geschichte eine weitere Komplexitätsebene hinzu.

Der Deal als Preisschutz

Trotz der schwachen operativen Aussichten blieb die Aktie relativ stabil und notiert nur etwa 2,7% unter dem vereinbarten Übernahmepreis von 210 Dollar. Diese Diskrepanz unterstreicht den Schutz, den das Übernahmeangebot dem Kurs aktuell bietet. Unter normalen Marktbedingungen hätte eine derartige Prognosekorrektur wahrscheinlich zu deutlicheren Kursverlusten geführt. Der All-Cash-Deal, der eine Prämie von etwa 25% auf den Kurs vor Ankündigung darstellt, stützt weiterhin die Bewertung.

Der Fokus der Anleger liegt nun klar auf dem Zeitplan für die Transaktion, die im Geschäftsjahr 2027 abgeschlossen werden soll. Die entscheidenden Faktoren für den weiteren Aktienkurs sind regulatorische Genehmigungen und die Lösung der neuen Aktionärsklagen. Solange diese den Deal nicht grundsätzlich gefährden, wird die Aktie voraussichtlich in enger Bandbreite knapp unter dem Übernahmepreis gehandelt werden – weitgehend entkoppelt von der quartalsweisen operativen Performance.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.