Electronic Arts hat am Montag seine Investoren mit einer zurückhaltenden Prognose für das Geschäftsjahr 2026 enttäuscht. Der Videospiele-Publisher rechnet mit deutlich niedrigeren Umsätzen als von der Wall Street erwartet. Gleichzeitig sorgen neue Klagen für zusätzliche Unsicherheit rund um die geplante milliardenschwere Übernahme des Unternehmens.
Die Zahlen und die Gründe
Das Unternehmen, bekannt für Franchises wie FIFA und Madden, prognostiziert für das kommende Geschäftsjahr Netto-Bookings von etwa 7,85 Milliarden US-Dollar. Das liegt deutlich unter der Analystenerwartung von 8,06 Milliarden Dollar. Auch die erwartete operative Ergebnisgröße (adjusted EBITDA) von 2,76 Milliarden Dollar verfehlt die Markterwartungen. Als Gründe nannte das Management gedämpfte Konsumentenausgaben, hohe Preise für Konsolen-Hardware und einen überfüllten Spielemarkt zum Weihnachtsgeschäft.
Neue Hürden für die Mega-Übernahme
Parallel zur enttäuschenden Prognose meldete Electronic Arts neue rechtliche Herausforderungen. In einer Pflichtmitteilung (Form 8-K) an die US-Börsenaufsicht SEC gab das Unternehmen bekannt, dass mehrere Aktionäre Klagen eingereicht haben. Diese werfen dem Unternehmen vor, im Proxy Statement zur geplanten Übernahme wesentliche Informationen ausgelassen zu haben. Bei dem Deal handelt es sich um ein 55 Milliarden Dollar schweres Leveraged Buyout, angeführt vom saudischen Staatsfonds PIF, Silver Lake und Affinity Partners.
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Das Unternehmen bestreitet die Vorwürfe, hat aber bereits ergänzende Informationen veröffentlicht, um Verzögerungen bei der anstehenden Aktionärsabstimmung zu vermeiden. Die Klagen fügen dem bereits größten Leveraged Buyout der Geschichte eine weitere Komplexitätsebene hinzu.
Der Deal als Preisschutz
Trotz der schwachen operativen Aussichten blieb die Aktie relativ stabil und notiert nur etwa 2,7% unter dem vereinbarten Übernahmepreis von 210 Dollar. Diese Diskrepanz unterstreicht den Schutz, den das Übernahmeangebot dem Kurs aktuell bietet. Unter normalen Marktbedingungen hätte eine derartige Prognosekorrektur wahrscheinlich zu deutlicheren Kursverlusten geführt. Der All-Cash-Deal, der eine Prämie von etwa 25% auf den Kurs vor Ankündigung darstellt, stützt weiterhin die Bewertung.
Der Fokus der Anleger liegt nun klar auf dem Zeitplan für die Transaktion, die im Geschäftsjahr 2027 abgeschlossen werden soll. Die entscheidenden Faktoren für den weiteren Aktienkurs sind regulatorische Genehmigungen und die Lösung der neuen Aktionärsklagen. Solange diese den Deal nicht grundsätzlich gefährden, wird die Aktie voraussichtlich in enger Bandbreite knapp unter dem Übernahmepreis gehandelt werden – weitgehend entkoppelt von der quartalsweisen operativen Performance.
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