Zwei neue Verträge im Gesamtwert von 45 Millionen US-Dollar haben Electro Optic Systems (EOS) am Freitag in den Fokus gerückt. Die australische Rüstungstechnikfirma profitiert vom wachsenden Bedarf an kostengünstigen Drohnenabwehrsystemen — und die Kursentwicklung der letzten Wochen spiegelt das eindrucksvoll wider.
Die neuen Aufträge im Detail
Am 12. März 2026 gab EOS zwei unbedingte Verträge bekannt: ein 42-Millionen-Dollar-Auftrag eines langjährigen Kunden aus dem Nahen Osten für das Slinger-Waffensystem sowie ein 3-Millionen-Dollar-Auftrag über die US-Tochter EOS Defense Systems USA. Beide Verträge sollen noch im laufenden Jahr abgewickelt werden, die Fertigung erfolgt ausschließlich in australischen Werken.
Der Markt reagierte prompt. Die Aktie legte am Freitag zeitweise mehr als neun Prozent zu und markierte mit 6,97 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch — ein Anstieg von rund 179 Prozent gegenüber dem Novembertief.
Warum Drohnenabwehr so gefragt ist
Hinter der Nachfrage steckt eine simple Kostenlogik. Herkömmliche Abfangraketen kosten oft mehr als drei Millionen Dollar pro Stück — ein Vielfaches des Wertes der Drohnen, die sie bekämpfen sollen. Systeme wie der Slinger bieten eine deutlich günstigere kinetische Alternative, was sie in aktiven Konfliktregionen besonders attraktiv macht.
Das schlägt sich im Auftragsbestand nieder. Bis Ende 2025 hatte sich das Orderbuch von EOS auf 459 Millionen australische Dollar verdreifacht. Dazu beigetragen haben unter anderem ein 71-Millionen-Euro-Exportvertrag zur Lieferung eines Laserwaffensystems an die Niederlande sowie Abschlüsse in asiatischen Märkten. Das Management plant, 40 bis 50 Prozent dieses Bestands im Geschäftsjahr 2026 als Umsatz zu verbuchen.
Solide Finanzierungsbasis, aber hohe Lieferverpflichtungen
Um den Produktionshochlauf zu stemmen, hat EOS eine gesicherte Kreditlinie über 100 Millionen australische Dollar mit zweijähriger Laufzeit abgeschlossen. Daneben verfügt das Unternehmen über liquide Mittel von rund 106 Millionen australischen Dollar und war bis zuletzt schuldenfrei.
Trotz leicht rückläufiger Umsätze im Jahr 2025 — bedingt durch den Verkauf der EM-Solutions-Sparte und Verschiebungen bei Vertragsabschlüssen — verbesserte sich die Bruttomarge deutlich auf 63 Prozent. Für 2026 plant EOS zudem die Übernahme von MARSS, um die eigenen Fähigkeiten in der Drohnenabwehr zu einer vollständigen Ende-zu-Ende-Lösung auszubauen.
Mit einem Auftragsbestand nahe der halben Milliarde Dollar, einer frischen Kreditlinie und laufenden Gesprächen mit mehreren Regierungen über das APOLLO-Hochenergielasersystem ist EOS gut positioniert — die entscheidende Bewährungsprobe wird die termingerechte und margenerhaltende Abarbeitung dieser Aufträge sein.
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