Ein Kursplus von 668 Prozent im Jahr 2025 macht Electro Optic Systems zu einem der stärksten Performer an der australischen Börse. Das Verteidigungstechnologie-Unternehmen wandelt sich rasant vom spekulativen Titel zum etablierten Auftragnehmer mit prall gefüllten Büchern. Doch angesichts der Bewertung weit über den Analystenzielen stellt sich die Frage: Ist das massive Wachstumspotenzial bereits vollständig eingepreist?
Auftragsflut sichert Einnahmen
Treibstoff der jüngsten Rally ist eine Serie konkreter Geschäftsabschlüsse, die das Risikoprofil des Unternehmens grundlegend verändert haben. Der unbedingte Auftragsbestand liegt mittlerweile bei über 400 Millionen Australischen Dollar (AUD), was eine hohe Umsatzsichtbarkeit bis ins Jahr 2026 und darüber hinaus gewährleistet.
Besonders das Jahresende 2025 brachte entscheidende Erfolge:
* Ein 33-Millionen-AUD-Vertrag mit der US Army im Dezember stärkt die Präsenz in Nordamerika.
* Ein 21-Millionen-USD-Auftrag für ferngesteuerte Waffensysteme sichert die Produktion für die Jahre 2026 und 2027.
* Ein bedingter 80-Millionen-USD-Deal über Hochenergielaser mit Südkorea öffnet den Zugang zu asiatischen Märkten.
* Zusätzlich laufen diverse Bestellungen für das Anti-Drohnen-System „Slinger“ aus Europa und dem Nahen Osten ein.
Bewertung auf dem Prüfstand
Die fundamentalen Fortschritte haben den Börsenwert auf rund 1,87 Milliarden AUD katapultiert. Allein in den letzten 30 Tagen legte die Aktie um etwa 112 Prozent zu und notiert mit aktuell 9,80 AUD nahe ihrem Allzeithoch. Diese Geschwindigkeit weckt jedoch Bedenken hinsichtlich der Bewertung.
Trotz der operativen Erfolge schreibt das Unternehmen noch rote Zahlen. Der Nettoverlust der letzten zwölf Monate beläuft sich auf gut 68 Millionen AUD bei einem Umsatz von 115 Millionen AUD. Das Forward-KGV von über 800 signalisiert, dass der Markt die künftige Profitabilität bereits vorwegnimmt. Aktuell handelt die Aktie zudem über dem durchschnittlichen Analystenkursziel von 8,26 AUD. Positiv hervorzuheben ist jedoch die solide Bilanz mit Barmitteln von rund 130 Millionen AUD und einer niedrigen Verschuldung.
Strategischer Vorteil und Wettbewerb
Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten besitzt Electro Optic Systems die geistigen Eigentumsrechte an seinen Schlüsseltechnologien, insbesondere im Laserbereich, zu 100 Prozent. Dies ermöglicht eine unabhängigere Fertigung und schnellere Exporte.
Der Vergleich mit dem Branchenkollegen DroneShield verdeutlicht das Potenzial: Obwohl DroneShield mit 3,55 Milliarden AUD fast doppelt so hoch bewertet wird, verfügt Electro Optic Systems über einen größeren gesicherten Auftragsbestand. Diese Diskrepanz zieht wachstumsorientierte Investoren an, die im aktuellen Rüstungszyklus nach noch nicht vollends entdeckten Werten suchen.
Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob das Management die bedingten Verträge in feste Umsätze umwandeln kann und wie schnell der Sprung in die Gewinnzone gelingt. Die nächsten Quartalszahlen müssen beweisen, dass die operative Marge mit dem rapiden Auftragswachstum Schritt halten kann.
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