EHang setzt auf die Flucht nach vorn. Während die Auslieferungen stocken und Behörden bremsen, startet der Drohnen-Pionier ein millionenschweres Rückkaufprogramm. Das Management will damit das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen.
Rückkaufprogramm gegen den Kursverfall
Der Verwaltungsrat autorisierte den Rückkauf eigener Aktien im Wert von 30 Millionen US-Dollar. Das Programm läuft über die nächsten zwölf Monate. CEO Huazhi Hu sieht darin ein Zeichen für die Stärke und das langfristige Potenzial des Unternehmens.
Die Bilanz lässt diesen Spielraum zu. EHang meldete zuletzt eine Liquiditätskennzahl von 2,07. Das Kapital für die Rückkäufe stammt aus den vorhandenen Barreserven. Kein Wunder, dass die Börse zunächst positiv reagierte und die Aktie zeitweise um neun Prozent nach oben schickte.
Regulatorische Bremsen in China
Operativ bleibt die Lage jedoch angespannt. Im ersten Quartal 2026 lieferte das Unternehmen lediglich vier Fluggeräte aus. Der Markt hatte mit deutlich mehr Dynamik beim Übergang zur kommerziellen Serie gerechnet.
Die Erwartungen beim Umsatz lagen bei rund neun Millionen US-Dollar. Analysten rechneten für diesen Zeitraum zudem mit einem Verlust je Aktie von 0,12 US-Dollar. Indes hakt es besonders in den chinesischen Metropolen Hefei und Guangzhou.
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Wichtige Genehmigungen für den kommerziellen Flugbetrieb verzögern sich dort. Diese regulatorischen Hürden bremsen den Expansionskurs massiv aus. Ohne die Freigaben der Behörden kann EHang seine Flotten nicht wie geplant in die Luft bringen.
Die Analysten von UBS strichen bereits ihre Kaufempfehlung. Sie senkten das Rating auf „Neutral“ und das Kursziel auf 11,10 US-Dollar. Die Bank rechnet erst ab dem Zeitraum 2029 bis 2030 mit schwarzen Zahlen.
Heute um 14:00 Uhr deutscher Zeit findet die Analystenkonferenz statt. Das Management muss dort erklären, wie es die Blockaden in China lösen will. Ohne neue Fluglizenzen bleibt das Umsatzwachstum in den kommenden Quartalen begrenzt.
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