Edag Engineering kämpft gegen den Abwärtstrend. Nach einem Sturz auf den tiefsten Stand seit Jahren stabilisierte sich das Papier zum Wochenschluss bei 3,92 Euro. Das Management setzt jetzt alles auf eine Karte, um die Abhängigkeit von der Autoindustrie zu brechen.
Krise im Kerngeschäft
Die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres wiegen schwer. Der Umsatz sank um 13 Prozent auf 714 Millionen Euro. Vor allem Projektverschiebungen bei großen Automobilherstellern belasteten das Ergebnis massiv.
Unter dem Strich stand ein bereinigtes Minus von knapp 13 Millionen Euro. Ein herber Schlag. Die schwache Nachfrage der OEMs zwang den Ingenieurdienstleister operativ in die Knie.
Umbau und neue Märkte
Ein massives Sparprogramm soll das Ruder herumreißen. Edag plant, jährlich rund 90 Millionen Euro an Kosten einzusparen. Parallel dazu wachsen die Bereiche Defence und Industry um 21 Prozent.
Diese Segmente steuern mittlerweile rund 100 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei. Ein wichtiger Puffer. Sie sollen die Volatilität der klassischen Automobilbranche künftig besser ausgleichen.
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Charttechnik gibt Hoffnung
An der Börse zeigt sich ein erstes Lebenszeichen. Der Kurs kletterte am Freitag über die 50-Tage-Linie bei 3,85 Euro.
Die Erholung ändert jedoch wenig an der bisherigen Misere. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie über 22 Prozent an Wert. Ein RSI-Wert von 30 signalisiert immerhin eine technisch überverkaufte Situation.
Im Mai 2026 folgt der nächste Realitätscheck. Dann legt das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal vor. Auf der Generalversammlung im selben Monat müssen die Verantwortlichen erklären, wie der Weg zurück in die Gewinnzone ohne Dividende gelingen soll.
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