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Eckert & Ziegler Aktie: BaFin prüft Pentixapharm-Abspaltung

Die BaFin untersucht die Entkonsolidierung von Pentixapharm im Jahresabschluss 2024. Analysten bleiben optimistisch, während die Aktie leicht nachgibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BaFin prüft Konzernabschluss 2024
  • Pentixapharm-Abspaltung im Fokus
  • Morgan Stanley reduziert Stimmrechtsanteile
  • Neue Produktionsstätte in China eröffnet

Das Berliner Medizintechnikunternehmen Eckert & Ziegler sieht sich derzeit mit einer eingehenden Prüfung seiner Bilanzierung konfrontiert. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine Untersuchung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 eingeleitet. Im Zentrum der behördlichen Aufmerksamkeit steht dabei ein spezifischer Vorgang aus dem Herbst 2024, der die Struktur des Konzerns nachhaltig verändert hat.

Prüfung des Jahresabschlusses durch die BaFin

Die Aufsichtsbehörde gab am Mittwoch vorletzter Woche bekannt, dass konkrete Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Bilanzierung vorliegen. Konkret geht es um die Abspaltung der ehemaligen Tochtergesellschaft Pentixapharm im Oktober 2024. Die BaFin prüft, ob die Entkonsolidierung dieses Unternehmensteils erfolgswirksam statt erfolgsneutral hätte verbucht werden müssen. Eine solche Korrektur hätte zur Folge, dass Eckert & Ziegler für das Jahr 2024 einen zusätzlichen Buchgewinn ausweisen müsste.

Medienberichten zufolge betonte das Unternehmen bereits, dass eine potenzielle Anpassung der Bilanzierung rein buchhalterischer Natur wäre. Laut Reuters erklärte Eckert & Ziegler, dass eine Korrektur keine Auswirkungen auf die operativen Kennzahlen oder den Cashflow der folgenden Geschäftsjahre hätte. Dennoch sorgt die Einleitung des Verfahrens für Unsicherheit am Markt. Gestern verzeichnete das Wertpapier im Handel einen Rückgang um 2,09 Prozent. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 13,58 Euro. Damit notiert die Aktie aktuell 9,90 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.

Anpassungen im Aktionärskreis und Analysten-Rating

Parallel zur behördlichen Prüfung gibt es Verschiebungen in der Aktionärsstruktur. Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, hat das US-Finanzinstitut Morgan Stanley seine Position verändert. Zum Stichtag am Freitag vergangener Woche reduzierte die Bank ihre direkten Stimmrechtsanteile von zuvor 3,1 Prozent auf nun 2,89 Prozent. Unter Berücksichtigung von Finanzinstrumenten beläuft sich die Gesamtposition von Morgan Stanley derzeit auf 5,32 Prozent.

Trotz der laufenden BaFin-Untersuchung und der volatilen Kursentwicklung sehen Experten weiterhin Potenzial in dem Titel. Das Analysehaus NuWays bekräftigte am Donnerstag vorletzter Woche seine Einschätzung für die Aktie. Die Analysten stufen den Wert weiterhin mit „Buy“ ein und rufen ein Kursziel von 24,00 Euro auf. Damit trauen sie dem Papier eine deutliche Erholung von dem aktuellen Niveau zu, das durch die Nachrichtenlage belastet wurde.

Operativer Fokus auf den asiatischen Markt

Abseits der bilanziellen Diskussionen treibt Eckert & Ziegler seine internationale Expansion voran. Ende Juni gab das Unternehmen die Eröffnung einer neuen Produktionsstätte für medizinische Isotope in China bekannt. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Partner DC Pharma betrieben und soll die Versorgung des asiatischen Marktes sicherstellen. Mit diesem Schritt stärkt der Konzern seine Präsenz in einer Region, die als strategisch wichtig für das Wachstum im Bereich der Radiopharmazeutika gilt.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die kommenden Wochen, in denen wichtige Termine anstehen. Am 13. August wird Eckert & Ziegler den Zwischenbericht für das zweite Quartal vorlegen. Diese Zahlen werden zeigen, wie sich das operative Geschäft vor dem Hintergrund der strukturellen Veränderungen entwickelt hat. Ende August plant das Management zudem eine dreitägige Roadshow in den USA, um vor internationalen Investoren für das Geschäftsmodell zu werben. Zuvor wird das Unternehmen am 26. August an einer Investorenkonferenz in Hamburg teilnehmen. Bereits im Juni hatte die Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende für das Geschäftsjahr 2025 auf 0,22 Euro beschlossen, nachdem im Vorjahr 0,17 Euro gezahlt worden waren.

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Diskussion zu Eckert & Ziegler

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.