Starke Quartalszahlen, schwache Kursreaktion — eBay lieferte zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 ein beeindruckendes Ergebnis ab, das dennoch für Ernüchterung an der Börse sorgte.
Besser als erwartet auf ganzer Linie
Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,66 Dollar — deutlich über den Analystenerwartungen von 1,58 Dollar und ein spürbarer Sprung gegenüber den 1,37 Dollar aus dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um rund 19 Prozent auf 3,09 Milliarden Dollar, auch hier lagen die Schätzungen mit 3,04 Milliarden Dollar darunter.
Besonders stark zeigte sich das Bruttowarenvolumen: Es stieg auf 22,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 18 Prozent. Auf währungsbereinigter Basis entspricht das einem Wachstum von 14 Prozent, sechs Prozentpunkte mehr als im Schlussquartal 2025. Angetrieben wurde das Wachstum vor allem durch Sammlerstücke, Handelskarten, Spielzeug und Modeartikel sowie das Fahrzeugzubehör-Segment, das allein rund zwei Prozentpunkte zum Gesamtwachstum beisteuerte.
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Der Ausblick trübt die Stimmung
Trotz dieser soliden Zahlen gab die Aktie im nachbörslichen Handel zunächst nach. Der Grund: die Prognose für das zweite Quartal. Der erwartete Umsatz von 2,97 bis 3,03 Milliarden Dollar entspricht zwar in etwa den Markterwartungen, impliziert aber eine deutliche Verlangsamung des Wachstumstempos. Evercore ISI beziffert die währungsbereinigte Abschwächung auf vier bis sechs Prozentpunkte — zurückzuführen auf den Wegfall von Sondereffekten rund um die Klarna-Partnerschaft, veränderte Marketing-Effizienzgewinne und geringere Edelmetallverkäufe.
Goldman Sachs hob sein Kursziel auf 100 Dollar an, Stifel auf 98 Dollar — beide bei neutralem Rating. Evercore ISI zog nach und erhöhte auf 96 Dollar, ebenfalls ohne Kaufempfehlung. Alle drei Häuser bleiben damit unterhalb des aktuellen Kursniveaus von rund 103 Dollar, was die verhaltene Marktreaktion ein Stück weit erklärt.
Auf der Produktseite setzt das Unternehmen verstärkt auf KI-gestützte Werkzeuge. Das sogenannte „Magical Listings“-Feature soll Verkäufern das Einstellen von Produkten erleichtern und hat die Rate neuer Angebote laut Unternehmensangaben um mehr als 50 Prozent gesteigert. Für das laufende Quartal erwartet das Management einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,46 und 1,51 Dollar.
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