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Eaton Aktie: Absturz nach enttäuschendem Ausblick

Der Technologiekonzern Eaton meldet Quartalsrekorde, doch die schwache Gewinnprognose für das kommende Jahr lässt die Aktie deutlich einbrechen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkursverlust von über fünf Prozent
  • Solide Quartalszahlen treffen Analystenerwartungen
  • Jahresprognose für 2026 verfehlt Konsens
  • Investitionen in Rechenzentren drücken Margen

Der Technologiekonzern Eaton hat am Dienstag die Anleger mit seinen Quartalszahlen und vor allem mit der Prognose für 2026 verschreckt. Die Aktie brach daraufhin um mehr als 5 Prozent ein – und das, obwohl die Zahlen für das vierte Quartal auf den ersten Blick solide aussahen.

Das Unternehmen meldete für das Schlussquartal 2025 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,33 Dollar. Das entsprach exakt den Analystenschätzungen von 3,32 Dollar. Der Umsatz erreichte mit 7,1 Milliarden Dollar einen Quartalsrekord und traf ebenfalls die Erwartungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies ein Plus von 13 Prozent.

Rekordzahlen reichen nicht aus

Die Segmentmarge kletterte auf 24,9 Prozent – ebenfalls ein Rekordwert für ein viertes Quartal. Der operative Cashflow lag bei 2 Milliarden Dollar, der Free Cashflow bei 1,6 Milliarden Dollar. Beide Werte markierten Quartalsbestwerte mit einem Anstieg von 23 beziehungsweise 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte Eaton Rekordumsätze von 27,4 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von 10 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 12,07 Dollar. Doch warum reagierte der Markt dann so negativ?

Schwache Prognose schockt die Börse

Die Antwort liegt in den Zukunftsaussichten. Für das erste Quartal 2026 rechnet Eaton mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,65 und 2,85 Dollar. Die Analysten hatten jedoch 3,01 Dollar erwartet – eine deutliche Verfehlung.

Noch gravierender: Die Jahresprognose für 2026 liegt bei 13,00 bis 13,50 Dollar je Aktie. Der Konsens hatte mit 13,52 Dollar gerechnet. Das organische Wachstum soll zwar bei 7 bis 9 Prozent liegen, doch die Segmentmargen werden nur bei 24,6 bis 25 Prozent erwartet.

Kapazitätserweiterungen belasten Margen

Der Grund für die verhaltene Prognose: Eaton investiert massiv in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten, um von der enormen Nachfrage im Rechenzentrumsgeschäft zu profitieren. Diese Investitionen drücken kurzfristig auf die Margen – ein Punkt, den UBS bereits Anfang Januar kritisch anmerkte.

Das Unternehmen steht vor einem Dilemma: Rechenzentren sollen bis 2028 bis zu 12 Prozent des US-Strombedarfs verschlingen. Die Auftragseingänge im Datacenter-Bereich waren im dritten Quartal um 70 Prozent gestiegen, die Umsätze um 40 Prozent. Doch ohne Kapazitätsausbau lässt sich dieses Wachstum nicht bewältigen.

Strategische Neuausrichtung läuft

Parallel dazu hat Eaton erst vor wenigen Tagen angekündigt, seine Fahrzeug- und eMobility-Sparten bis Anfang 2027 abzuspalten. Die Mobility Group erwirtschaftet rund 3,1 Milliarden Dollar Umsatz, bremste aber das Gesamtwachstum. Nach der Abspaltung wird der Anteil des Elektrotechnik-Geschäfts am Umsatz von 75 auf 85 Prozent steigen.

Mit einem KGV von 35 auf Basis der historischen Gewinne ist die Aktie ambitioniert bewertet. Ob die Börse dem Unternehmen Zeit für die Transformation gibt, wird sich zeigen müssen.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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