easyJet hebt ab. Die Aktie steuert auf ihren Jahreshöchststand zu. Innerhalb einer Woche legte das Papier um über 14 Prozent zu. Ein Mix aus sinkenden Kosten und operativen Fortschritten treibt den Kurs an.
Der wichtigste Treiber ist der Kerosinpreis. Nach einer politischen Einigung zwischen den USA und Iran fielen die Preise für Flugtreibstoff drastisch. Innerhalb von 14 Tagen sanken sie um 19 Prozent auf durchschnittlich 2,87 Dollar pro Gallone.
Das entlastet die Bilanz massiv. easyJet gibt üblicherweise ein Viertel seines Umsatzes für Treibstoff aus. Parallel dazu meldet Eurocontrol ein Verkehrsplus von elf Prozent auf den Routen zwischen Europa und dem Nahen Osten.
Flottenausbau und Gewinnziele
Indes modernisiert die Airline ihre Flotte konsequent. Mitte Juni übernahm das Unternehmen das hundertste Flugzeug der A320neo-Familie. Diese Maschinen sparen im Vergleich zu älteren Modellen bis zu 20 Prozent Treibstoff pro Sitzplatz ein.
Der Vorstand hält an seinem Ziel fest. Vor Steuern soll ein Gewinn von über einer Milliarde Pfund stehen. Die Sparte easyJet Holidays trägt dazu bei und steuert auf ein langfristiges Profitziel von 450 Millionen Pfund zu.
Übernahme-Absage und technische Warnsignale
Investoren begrüßten zuletzt die harte Haltung gegenüber Castlelake. Der Verwaltungsrat lehnte ein Angebot über 6,25 Pfund pro Aktie einstimmig ab. Das Management bezeichnete die Offerte als opportunistisch.
Die Rallye hat ihren Preis. Über die letzten 30 Tage summieren sich die Gewinne auf rund 45 Prozent. Mit einem RSI von 85 gilt die Aktie als deutlich überkauft.
Der Kurs von 6,62 Euro liegt zudem weit über dem 200-Tage-Durchschnitt von 5,19 Euro.
An der Börse richtet sich der Blick nun auf den Widerstand bei 6,76 Euro. Ein nachhaltiger Sprung über das 52-Wochen-Hoch würde den Weg nach oben ebnen. Das Sommergeschäft wird zur entscheidenden Belastungsprobe für die aktuelle Bewertung.
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