Die Eastman Chemical Aktie steht heute im Zeichen ihres Ex-Dividendentermins. Während Anleger die kürzlich erhöhte Ausschüttung sichern, zeichnet ein Mix aus schwachen Quartalszahlen und einem kompletten Ausstieg eines großen Investors ein ambivalentes Bild für den Chemiekonzern.
Heute, am 15. Dezember 2025, notiert die Aktie ex-Dividende. Aktionäre, die bis zu diesem Stichtag im Besitz der Papiere waren, erhalten eine vierteljährliche Zahlung von 0,84 US-Dollar je Aktie, die am 8. Januar 2026 ausgezahlt wird. Die Dividende wurde kürzlich angehoben – das 16. Jahr in Folge – und entspricht nun einer jährlichen Ausschüttung von 3,36 US-Dollar. Bei einem aktuellen Kurs um die 62 bis 65 US-Dollar ergibt sich eine beachtliche Dividendenrendite von über 5 %.
Institutioneller Investor zieht sich komplett zurück
Während die Dividende Stabilität signalisiert, sendet die Aktivität eines großen Investors ein vorsichtiges Signal. Die Atlantic Investment Management hat ihre gesamte Position in Eastman Chemical im dritten Quartal 2025 aufgelöst. Die Wertpapieraufsicht SEC meldete den Verkauf von 134.710 Aktien im Wert von etwa 10,1 Millionen US-Dollar. Der komplette Ausstieg eines bekannten Value-Investors deutet auf Skepsis hinsichtlich der kurzfristigen Erholung des Unternehmens hin.
Schwache Quartalszahlen belasten
Der fundamentale Druck auf die Aktie rührt von den enttäuschenden Zahlen für das dritte Quartal her, die am 3. November 2025 veröffentlicht wurden. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) lag bei 1,14 US-Dollar und verfehlte die Analystenschätzungen um 0,04 US-Dollar. Besonders beunruhigend war der Umsatzrückgang: Der Quartalsumsatz sank um etwa 10,6 Prozent auf 2,20 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Management führte schwache Nachfrage und Preisdruck als Hauptgründe an.
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Vor diesem Hintergrund senkte Eastman Chemical seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2025 auf einen Bereich von 5,40 bis 5,65 US-Dollar je Aktie. Diese Korrektur spiegelt die anhaltenden Herausforderungen im Chemiezyklus wider, in dem Lagerabbau und schwache globale Nachfrage die Margen belasten.
Analysten sehen langfristiges Potenzial
Trotz der Rückschläge hält die Analystengemeinschaft eine vorsichtig optimistische Haltung aufrecht. Die Konsensbewertung tendiert zu „Kaufen“ oder „Moderat Kaufen“, mit Kurszielen zwischen 78 und 80 US-Dollar. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von etwa 20 Prozent vom aktuellen Niveau. Die Einschätzung basiert auf der Erwartung, dass das Unternehmen die derzeitige Abschwungphase erfolgreich bewältigen und seine Kostensenkungsstrategien umsetzen kann.
Die kommenden Quartalszahlen im Februar 2026 werden ein wichtiger Indikator dafür sein, ob Eastman Chemical die Trendwende einleiten kann. Bis dahin bleibt die Attraktivität der Aktie ein Abwägen zwischen der hohen Dividendenrendite und den fundamentalen Herausforderungen in einem schwierigen Marktumfeld.
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