Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » E.ON Aktie: Leichte Turbulenzen voraus

E.ON Aktie: Leichte Turbulenzen voraus

E.ON-Management erwartet langfristig hohe Großhandelspreise für Gas und Strom. Trotz einer geplanten Dividendenausschüttung von 1,5 Milliarden Euro dämpft der Konzern die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorstand warnt vor dauerhaft hohen Energiepreisen
  • Dividende von 0,57 Euro je Aktie vorgeschlagen
  • Operatives Ergebnis für 2026 leicht gedämpft
  • Aktienkurs notiert unter der 19-Euro-Marke

Am Donnerstag bittet E.ON zur virtuellen Hauptversammlung. Auf der Agenda steht eine üppige Gewinnausschüttung, die Anleger milde stimmen dürfte. Hinter den Kulissen wächst derweil die Sorge vor den Folgen des Iran-Kriegs. Das Management bereitet den Markt auf eine Ära dauerhaft hoher Energiepreise vor.

Preisschock im Großhandel

Filip Thon, Chef der E.ON-Vertriebstochter in Deutschland, wählte kurz vor dem Aktionärstreffen deutliche Worte. Die Preise an den Energiebörsen werden laut seiner Einschätzung noch lange über dem Vorkrisenniveau verharren. Im Großhandel verteuerte sich Gas im laufenden Jahr bereits um 75 Prozent. Strom kostet 35 Prozent mehr.

Für das kommende Jahr zeichnet sich keine Entspannung ab. Der Manager beobachtet bereits jetzt Preisanstiege von 60 Prozent beim Gas und 20 Prozent beim Strom. Diese extremen Schwankungen schlagen laut Thon zwar nicht sofort in vollem Umfang auf die Endkunden durch. Die Richtung ist allerdings klar vorgegeben.

Gewinnausschüttung auf dem Prüfstand

Auf der Hauptversammlung am 23. April steht die Gewinnverwendung im Mittelpunkt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Gesamtsumme von fast 1,5 Milliarden Euro.

Stimmen die Anteilseigner zu, fließt das Geld am 28. April auf die Konten. Wer profitieren will, muss die Papiere vor dem Ex-Tag am 24. April im Depot halten. Das Management verspricht obendrein, die Ausschüttung in den kommenden Jahren um bis zu fünf Prozent jährlich anzuheben.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei E.ON?

Delle im laufenden Jahr

Das operative Fundament für diese Pläne ist stabil. Im vergangenen Jahr übertraf E.ON mit einem operativen Ergebnis von 9,8 Milliarden Euro die eigenen Erwartungen. Das regulierte Netzgeschäft erwies sich als starker Treiber.

Für das laufende Jahr dämpft der Vorstand die Erwartungen. Temporäre regulatorische Effekte drücken das anvisierte operative Ergebnis auf eine Spanne von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro. Langfristig hält der Energieversorger Kurs. Ein milliardenschweres Investitionsprogramm soll das Netz massiv ausbauen und modernisieren.

An der Börse sorgte der verhaltene Ausblick zuletzt für Abgabedruck. Seit dem Jahreshoch von 20,39 Euro Mitte März hat die Aktie spürbar nachgegeben. Sie notiert aktuell knapp unter der 19-Euro-Marke. Frische Impulse liefert voraussichtlich der Mai. Dann legt E.ON die Zahlen für das erste Quartal vor.

Anzeige

E.ON-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue E.ON-Analyse vom 21. April liefert die Antwort:

Die neusten E.ON-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für E.ON-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

E.ON: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu E.ON

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.