Am Donnerstag bittet E.ON zur virtuellen Hauptversammlung. Auf der Agenda steht eine üppige Gewinnausschüttung, die Anleger milde stimmen dürfte. Hinter den Kulissen wächst derweil die Sorge vor den Folgen des Iran-Kriegs. Das Management bereitet den Markt auf eine Ära dauerhaft hoher Energiepreise vor.
Preisschock im Großhandel
Filip Thon, Chef der E.ON-Vertriebstochter in Deutschland, wählte kurz vor dem Aktionärstreffen deutliche Worte. Die Preise an den Energiebörsen werden laut seiner Einschätzung noch lange über dem Vorkrisenniveau verharren. Im Großhandel verteuerte sich Gas im laufenden Jahr bereits um 75 Prozent. Strom kostet 35 Prozent mehr.
Für das kommende Jahr zeichnet sich keine Entspannung ab. Der Manager beobachtet bereits jetzt Preisanstiege von 60 Prozent beim Gas und 20 Prozent beim Strom. Diese extremen Schwankungen schlagen laut Thon zwar nicht sofort in vollem Umfang auf die Endkunden durch. Die Richtung ist allerdings klar vorgegeben.
Gewinnausschüttung auf dem Prüfstand
Auf der Hauptversammlung am 23. April steht die Gewinnverwendung im Mittelpunkt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie vor. Das entspricht einer Gesamtsumme von fast 1,5 Milliarden Euro.
Stimmen die Anteilseigner zu, fließt das Geld am 28. April auf die Konten. Wer profitieren will, muss die Papiere vor dem Ex-Tag am 24. April im Depot halten. Das Management verspricht obendrein, die Ausschüttung in den kommenden Jahren um bis zu fünf Prozent jährlich anzuheben.
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Delle im laufenden Jahr
Das operative Fundament für diese Pläne ist stabil. Im vergangenen Jahr übertraf E.ON mit einem operativen Ergebnis von 9,8 Milliarden Euro die eigenen Erwartungen. Das regulierte Netzgeschäft erwies sich als starker Treiber.
Für das laufende Jahr dämpft der Vorstand die Erwartungen. Temporäre regulatorische Effekte drücken das anvisierte operative Ergebnis auf eine Spanne von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro. Langfristig hält der Energieversorger Kurs. Ein milliardenschweres Investitionsprogramm soll das Netz massiv ausbauen und modernisieren.
An der Börse sorgte der verhaltene Ausblick zuletzt für Abgabedruck. Seit dem Jahreshoch von 20,39 Euro Mitte März hat die Aktie spürbar nachgegeben. Sie notiert aktuell knapp unter der 19-Euro-Marke. Frische Impulse liefert voraussichtlich der Mai. Dann legt E.ON die Zahlen für das erste Quartal vor.
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