Während die Bundesnetzagentur Ende März Verfahren gegen 77 säumige Netzbetreiber einleitete, steht E.ON auf der anderen Seite dieser Trennlinie. Die Westnetz GmbH, Netztochter des Konzerns, meldet eine Smart-Meter-Ausstattungsquote von 34,8 Prozent — bei optionalen Einbaufällen sogar 49,8 Prozent. Bis März 2026 wurden über 380.000 intelligente Messsysteme installiert.
Die sanktionierten Unternehmen hatten die gesetzlich vorgeschriebene 20-Prozent-Quote verfehlt. Die Behörde orientiert die Zwangsgelder an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Betroffenen — und kündigte weitere Aufsichtsverfahren an, die vor allem kleinere und mittelgroße Netzbetreiber treffen werden.
Regulatorisches Umfeld mit zwei Gesichtern
Das starke Abschneiden beim Smart-Meter-Rollout kontrastiert mit einer anderen Baustelle: Ab Juni gilt die Pflicht für Steuerboxen bei neuen Photovoltaikanlagen ab 7 Kilowatt. Netzvorstand Thomas König bemängelt, dass praxistaugliche technische Lösungen der Bundesnetzagentur bislang fehlen.
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Auch beim Ausblick drückt die Regulierung auf die Zahlen. Für 2026 rechnet das Management mit einem leicht rückläufigen bereinigten EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro — methodische Anpassungen bei der Verrechnung regulatorischer Effekte sind der Hauptgrund. Zusätzlich stehen zwei offene Verfahren im Raum: Die Entscheidung zum Betriebskosten-Anpassungsfaktor fiel bereits Ende März, die finale Gasregulierung folgt im November.
Hauptversammlung am 23. April
Aktionäre stimmen auf der virtuellen HV über eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie ab — die zehnte Erhöhung in Folge. Im Aufsichtsrat stehen personelle Veränderungen an: Anke Groth und Klaus Fröhlich scheiden aus, Ulrich Grillo soll wiedergewählt werden. Neu nominiert sind Merck-Finanzchefin Helene von Roeder und Heidelberg-Materials-CEO Dominik von Achten — ein Signal für Finanzdisziplin und industrielle Kompetenz im Kontrollgremium.
Langfristig hält E.ON an seinem Investitionspfad fest: Bis 2030 sollen 48 Milliarden Euro in Digitalisierung und Netzausbau fließen, das operative Konzernergebnis auf rund 13 Milliarden Euro steigen. Die regulatorischen Ausbauziele — 50 Prozent Pflichtquote bis 2028, 90 Prozent bis 2032 — spielen dabei direkt in die Stärken des Konzerns. Wer beim Rollout bereits führt, dürfte den kommenden Ausbaustufen mit weniger Reibungsverlusten begegnen als die Konkurrenz.
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