Drei Jahre nach dem Zusammenschluss von DSM und Firmenich zahlt sich der Konzernumbau für Anleger spürbar aus. Die Aktie von DSM-Firmenich stieg heute um 3,0 Prozent auf 98,50 Euro und erreichte damit ihr aktuelles 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert einen Zuwachs von 43 Prozent. Getrieben wird die Entwicklung von einer Neuausrichtung des Geschäftsmodells sowie der Aufholjagd auf den Branchenprimus Givaudan.
Fokus auf margenstarke Duftstoffe
Konzernchef Dimitri de Vreeze hat das Unternehmen seit der Großfusion grundlegend transformiert. Mehrere Randbereiche wurden veräußert, um die Kräfte auf Duft- und Geschmackskreationen zu bündeln. Während sich der offizielle Hauptsitz in Kaiseraugst befindet, steuert der Konzern sein Parfümgeschäft aus dem schweizerischen Satigny.
Mit einer Bibliothek von 1.800 Duftnoten beansprucht DSM-Firmenich einen Rekord in der Branche. Die Strategie setzt auf ein zweigleisiges Modell: Während Luxusparfüms für hohe Gewinnspannen sorgen, stabilisieren Duftstoffe für Waschmittel und Weichspüler die Produktionsauslastung bei schwächerer Nachfrage.
Sparprogramm soll Profitabilität stärken
Im ersten Halbjahr bis Ende Juni 2026 erzielte das Unternehmen ein autonomes Umsatzwachstum von 5 Prozent.
Um die Ertragskraft weiter zu steigern, treibt das Management die Kostensenkung voran. Flankiert wird der Kurs durch ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von 540 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt die Unternehmensführung ein autonomes Wachstum am oberen Rand der Zielspanne von 2 bis 4 Prozent an. Die bereinigte operative Marge soll rund 20 Prozent erreichen.
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