DroneShield sorgt erneut für Bewegung am Markt. Das Unternehmen hat ein wichtiges Cashflow-Ziel erreicht und damit die Auszahlung von Millionen Performance-Optionen ausgelöst. Gleichzeitig sorgt ein optimistisches Broker-Update für zusätzlichen Rückenwind – allerdings bleiben auch Warnsignale, vor allem durch umfangreiche Management-Verkäufe.
Broker-Upgrade und Markttreiber
Der Broker Bell Potter hat sein Kursziel für die DroneShield-Aktie um 13 % auf 5,00 AUD angehoben. Begründet wird dies mit mehreren strukturellen Treibern für die Nachfrage nach Drohnenabwehr-Technologie:
- Das US-Verteidigungsministerium plant in den kommenden zwei Jahren die Beschaffung von rund 340.000 Kleindrohnen.
- Weltweit steigen die Investitionen in Drohnen- und Anti-Drohnen-Systeme, verstärkt durch den andauernden Russland-Ukraine-Krieg.
- Die Europäische Union erhöht ihre Ausgaben im Bereich Drohnenabwehr.
- Neue US-Gesetze erlauben den Einsatz von Drohnen-Störtechnik bei Großveranstaltungen.
Bell Potter rechnet damit, dass DroneShield in den kommenden drei bis sechs Monaten substanzielle Aufträge aus einer potenziellen Vertriebspipeline von 2,5 Mrd. AUD erhält, wenn Verteidigungsbudgets in das Geschäftsjahr 2026 übergehen.
Auf das Broker-Upgrade reagierte der Markt deutlich: Die Aktie stieg am Donnerstag um 9,5 % auf 4,73 AUD. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von 577 % zu Buche, während der S&P/ASX 200 im gleichen Zeitraum nur um 5 % zulegte.
200-Millionen-Cash-Marke erreicht
DroneShield hat gemeldet, dass 9.224.361 Performance-Optionen unverfallbar geworden sind, nachdem innerhalb eines rollierenden Zwölfmonatszeitraums Cash-Einnahmen von 200 Mio. AUD erzielt wurden. Der Zeitraum von 2. April 2025 bis 13. Januar 2026 wurde von HLB Mann Judd unabhängig bestätigt.
Finanzielle Effekte der Optionsausübung
Die Options-Vesting hat spürbare Folgen für Bilanz und Aktionäre:
- Nicht zahlungswirksamer Aufwand: Für 2025 wird ein Aktienoptionsaufwand von 23,5 Mio. AUD verbucht.
- Verwässerung: Bei Ausübung aller neuen Optionen steigt die vollständig verwässerte Aktienzahl auf 930.409.195 Stück.
- Offene Tranche: 995.000 Performance-Optionen bleiben unvested und sind an höhere künftige Meilensteine gebunden.
Die jetzt fälligen Optionen wurden zu einem Zeitpunkt gewährt, als Umsatz und Aktienkurs von DroneShield deutlich niedriger waren. Ziel war es, Mitarbeiter für außergewöhnliches Wachstum zu entlohnen.
Neue Anreizstruktur mit höheren Hürden
DroneShield hat das Vergütungsmodell überarbeitet und die Messlatte angehoben. Neue Performance-Optionen vesten nur stufenweise, wenn das Unternehmen jährliche Cash-Einnahmen oder Umsätze von 300 Mio., 400 Mio. und 500 Mio. AUD erreicht. Künftige Zuteilungen an den CEO bedürfen der Zustimmung der Aktionäre.
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Damit verknüpft das Unternehmen variable Vergütung stärker mit signifikant höheren Umsatz- bzw. Cashflow-Zielen.
Bewertung und Wettbewerbsposition
Trotz der starken Kursentwicklung sieht Bell Potter weiter Bewertungsfantasie. Nach Einschätzung des Brokers notiert DroneShield derzeit mit einem Abschlag von 34 % gegenüber internationalen Wettbewerbern im Bereich Drohnenabwehr.
Als Argumente für eine mögliche Neubewertung werden genannt:
- umfangreiche Einsatzerfahrung im realen Gefecht,
- ein großes Forschungs- und Entwicklungsteam,
- sowie ein höheres Niveau an F&E-Stellenangeboten im Vergleich zu sechs zentralen Konkurrenten.
Der Broker leitet daraus eine sich verbessernde Wettbewerbsposition ab.
Management-Verkäufe und geteilte Meinung
Auf der anderen Seite belasten umfangreiche Insider-Verkäufe das Sentiment. Der CEO und ein leitender Manager haben ihre Beteiligungen vollständig veräußert, insgesamt wurden im vergangenen Jahr Aktien im Wert von knapp 70 Mio. AUD von der Unternehmensführung verkauft. Marktteilnehmer werten dies teilweise als Signal, dass das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt sein könnte.
Analysten halten es zudem für unwahrscheinlich, dass die Aktie den Kursanstieg von rund 300 % aus dem Vorjahr noch einmal wiederholt. Häufig bleichen die stärksten Gewinner eines Jahres im darauffolgenden Jahr ab.
Die Einschätzungen zu DroneShield bleiben entsprechend gespalten: Befürworter verweisen auf den strukturellen Bedarf im Verteidigungs- und öffentlichen Sicherheitsbereich, Kritiker fokussieren sich auf Verwässerung durch Optionen, Governance-Fragen und das noch unsichere Ertragspotenzial. Für die weitere Kursentwicklung werden vor allem die erwarteten Großaufträge aus der Pipeline und das Erreichen der neuen Cashflow- und Umsatzmeilensteine entscheidend sein.
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